Kochnische zu Crème brûlée mit Passionsfrucht Feuer und Flamme

Crème brûlée mit Passionsfrucht - ein beeindruckender Abschluss für das Valentins-Menü.

(Foto: Christina Metallinos für SZ.de)

Wer sich fürs Valentinstags-Date selbst in die Küche stellt, sollte beim Dessert nicht nachlassen. Diese Crème brûlée gelingt nicht nur, mit dem Rezept macht man Eindruck - dank einer kleinen Showeinlage.

Von Christina Metallinos

Kein nervender Kellner, kein Haar in der Suppe - und jede Menge "Ah!" und "Oh!": Wer am Valentinstag zum selbstgekochten Menü einlädt, kann bei dem oder der Angebeteten glänzen. Und weil neben dem ersten auch der letzte Eindruck zählt, sollte man sich nicht nur beim Hauptgang ins Zeug legen. Sondern ebenso beim Dessert.

Crème brûlée ist ein Klassiker, vor dem viele Hobbyköche zu Unrecht in Ehrfurcht erstarren. Die gestockte Crème aus Eiern und Sahne lässt sich bestens vorbereiten. Wichtig ist nur, ihr fürs Backen und Abkühlen genügend Zeit zu lassen. Kurz vor dem Servieren werden die Crèmeportionen mit Zucker bestreut, den man erst am Tisch - tataaa! - mit einem kleinen Bunsenbrenner karamellisiert. Das sorgt für den professionellen Touch - und bei nervösen Valentinstagsköchen für Gesprächsstoff. Und das Wichtigste: Mit der kleinen Showeinlage erntet man mit Sicherheit mindestens ein anerkennendes Lächeln.

Kulinarischer Effekt, der da fast schon zur Nebensache wird: eine hauchzarte, knackige Karamellschicht, die der Löffel durchbricht, um in die kühle, süße Crème darunter einzutauchen. In dieser romantischen Variante kommt noch Passionsfrucht als fruchtige Note hinzu - was nichts anderes ist als Maracujamark . Weil aber Valentinstag ist, sollte man dieses Dessert besser als "Passionsfrucht-Crème-brûlée" ankündigen. Denn zu viel Leidenschaft kann es an so einem Abend kaum geben.

Für vier Portionen (also zwei Verliebte mit Nachschlag)

4 Eigelb

2 Passionsfrüchte

Maracujasaft zum Auffüllen

300 ml Sahne

45 g weißer Zucker

Ofen auf 150°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Passionsfrucht halbieren und das Mark herauskratzen. Durch ein feines Sieb streichen, die Kerne entsorgen. Mit Maracujasaft auf insgesamt 75 ml Flüssigkeit auffüllen. Sahne und Fruchtmark auf mittlerer Stufe erhitzen, nicht aufkochen. Kurz vor dem Aufkochen von der Herdplatte ziehen und fünf Minuten stehenlassen.

Eigelb und Zucker in einer Metallschüssel über einem heißen Wasserbad cremig aufschlagen. Sahnemischung in dünnem Strahl unter Rühren hineingießen. Die Mischung auf vier flache Porzellanformen für Crème brûlée verteilen. Die gefüllten Formen in eine breite, flache Auflaufform stellen und diese auf mittlerer Schiene in den Ofen geben. Etwa eineinhalb Zentimeter hoch kochendes Wasser in die Auflaufform füllen, sodass die Porzellanformen im Wasser stehen. Etwa eine Stunde stocken lassen, bis die Creme fester geworden ist. Danach abkühlen lassen und über Nacht im Kühlschrank kaltstellen.

Vor dem Servieren die zweite Passionsfrucht halbieren und das Mark herauskratzen und in ein Schälchen geben. Jede Crèmeportion mit einem Teelöffel feinem Zucker bestreuen. Mit einem kleinen Bunsenbrenner goldbraun karamellisieren lassen. Mit Passionsfruchtmark als Beilage servieren.