Wie, der Poncho ist in 38 nicht lieferbar? Unerhört. Es gibt doch nichts, was es nicht gibt - oder wie lautete gleich das generationsübergreifende Konsum-Mantra? Einfach und verwirrend ist das Leben in Überfluss und Überdruss, schreit es doch aus allen Browserfenstern: Klick mich, kauf mich, und wenn ich dir nicht gefalle, bin ich schnell wieder weg. Das Online-Versandhaus Zalando hat diese Gefällt-mir-gefällt-mir-nicht-mehr-Mentalität perfektioniert, 2014 schickte es monatlich drei Millionen Pakete durch Europa; auf den Umsatz bezogen lag die Retourenquote bei 50 Prozent. Die Deutschen kaufen und besitzen gerne Klamotten, und sie schmeißen gerne Klamotten weg. Einer aktuellen Greenpeace-Umfrage zufolge hängen in deutschen Kleiderschränken 5,2 Milliarden Kleidungsstücke, Socken und Unterwäsche nicht mitgerechnet. 40 Prozent davon werden selten oder nie getragen. Fast die Hälfte der Befragten hat in den vergangenen sechs Monaten Kleidung weggeworfen. Dabei gibt es einige Alternativen zum dekorativen Horten und zum Mülltonnen-Besuch. Ein paar Handreichungen wider den Wegwerf-Wahnsinn.
Kleidung:Fünf Tipps gegen den Textil-Wahnsinn
Lesezeit: 4 min
Illustration: Peter M. Hoffmann
Laut einer neuen Umfrage besitzen die Deutschen mehr als fünf Milliarden Kleidungsstücke - und tragen nur einen Bruchteil.
SZ-Plus-Abonnenten lesen auch:
Gesundheit
»Die Leber braucht sehr lange, um zu regenerieren«
Pflegekind
"Einer muss weg"
Gesundheit
»Jede Frau kann ihr Brustkrebsrisiko deutlich verringern«
Münchner Kammerspiele
"Da geh ich nicht mehr hin"
Kriminalität
Der Tinder-Schwindler von nebenan