Kim Kardashians Hochzeitskleid Spitze Lätzchen

Wenn Nacktheit normal wird, muss sich eine Frau manchmal etwas anziehen, um aufzufallen. Auf diesen Gedanken scheint auch Kim Kardashian gekommen zu sein - und hat sich für Hochzeit Nummer drei ein keusches Lätzchen umgebunden.

Von Felicitas Kock

Als Kim Kardashian am vergangenen Wochenende ihre dritte Ehe besiegelte, sollten alle wissen, dass diese Bindung auf die Ewigkeit ausgerichtet ist. Dass sie in Kanye West, Musiker, Multimillionär und Vater der gemeinsamen Tochter North, ihre große Liebe gefunden hat. Und dass die Hochzeit mit dem 36-Jährigen ihre wirklich und tatsächlich letzte sein soll.

Wie könnte man dieses Ansinnen besser unterstreichen als mit einer bombastischen Hochzeit? Mit einer Feier, die alles bisher Dagewesene überstrahlt? "Kimye", wie das Paar genannt wird, hat sich alle Mühe gegeben. Hat mehrere Tage lang gefeiert, erst in Versailles, dann in Florenz. Hat Hunderte Gäste eingeladen, Blumenschmuck im Wert von 100 000 Dollar, Champagner, erlesene Speisen und eine siebenstöckige Hochzeitstorte aufgefahren.

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Und natürlich fragte sich die Welt, in welches Wahnsinnskleid sich die 33-Jährige bei der Trauung hüllen würde, um auch auf diesem Gebiet einen Superlativ zu schaffen. Auf ihrer vorigen Hochzeit (mit Basketballprofi Kris Humphries im Jahr 2011) wechselte Kardashian dreimal ihr Outfit. Zur tatsächlichen Trauung trug sie ein schulterfreies Prinzessinnenkleid von Vera Wang und einen langen Spitzenschleier. Später schlüpfte sie in eine enger geschnittene, aber nicht weniger royal anmutende Robe. Den nächtlichen Partyteil der Feierlichkeiten absolvierte sie im weiß glänzenden Satindress. Gemeinsame Merkmale der Kleider: Sie waren weiß, sie waren bodenlang - und bei allen war das zentrale Element nicht der Stoff, sondern das, was er offenbarte: das tiefe Dekolleté der Braut.

Wie lässt sich das steigern? Mit einem Ausschnitt bis zum Bauchnabel? Was Kardashian am Abend vor der Trauung trug, dürfte Mutmaßungen in diese Richtung befeuert haben.

Kimye in Paris am Abend vor der Trauung.

(Foto: AFP)

Fotos von der Hochzeit, die Kardashian jetzt auf Instagram postete und die auf der Klatschseite E!-online veröffentlicht wurden, zeigen nun Unerwartetes. Das maßgefertigte, weiße Spitzenkleid von Givenchy hat vor allem eine Aussage: Frau Kardashian hat verstanden. Zum einen, dass man ab einem gewissen Zeitpunkt nicht mehr mit Nacktheit auffällt, sondern dadurch, dass man sich etwas anzieht. Zum anderen, dass die Tiefe des Dekolletés nicht die Tiefe der Gefühle zu dem Mann widerspiegeln muss, der da im Tisci-Smoking neben einem steht.

Ein bisschen wirkt es, als wäre der Braut diese Eingebung erst spät gekommen. Der obere Teil des Kleides erinnert an ein Lätzchen, das nachträglich angebracht wurde. So, als habe Kim Kardashian eigentlich in komplett durchsichtiger Spitze heiraten wollen und sich erst in letzter Sekunde noch ein Stück Stoff umgebunden. In dem Wissen, dass ein Rückenausschnitt bis zum Po-Ansatz genug des Guten ist.

Was die Entscheidung für das Spitzenlätzchen auch beeinflusst haben mag und wann immer sie gefallen ist: Frau Kardashian hat eine gute Wahl getroffen. Bleibt zu wünschen, dass es eine endgültige war - in Bezug auf das Kleid, aber auch in Bezug auf den Bräutigam.

Für den wirklich sexy Auftritt blieb am Hochzeitsabend außerdem Kleid Nummer zwei. Ein Balmain-Dress, das ebenfalls extra für die Braut angefertigt wurde und dessen Glamour-Faktor auf den bislang veröffentlichten Foto-Ausschnitten bereits zu erahnen ist.