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Kaufhauskrise:Das schwere Erbe der deutschen Kaufhäuser

Tristesse banal: Auch vor Corona waren die durchschnittlichen Kaufhäuser schon nicht mehr richtig einladend.

(Foto: TOBIAS SCHWARZ/AFP)

Die Rolltreppe führt abwärts: Kunden haben heute ein Anliegen, das herkömmliche Anbieter nur schlecht bedienen können. Dabei kann das Kaufhaus durchaus noch ansprechen.

Von Max Scharnigg

Gefühlsmäßig ist die Sachlage ja recht eindeutig. Solange im Kaufhaus auf den T-Shirts noch Dinge wie "Denim Experience" stehen oder die vorherrschenden Modemarken Timezone, Tom Tailor oder Globetrotter heißen, ist sein Niedergang wenn nicht verdient, so doch irgendwie verständlich. Dieser in Bunt geronnene Mittelklasse-Wochenend-Stil, zu dem die Umschreibung "Anziehsachen" noch am besten passt und der seit jeher an geföhnten Norderney-Models gezeigt wird, hat ein paar Jahrzehnte lang genügt. Jetzt aber nicht mehr. Nicht, weil an den Sachen etwas grob falsch wäre oder nicht alle immer noch Mittelklasse wären - nein, weil es keiner mehr sein möchte.

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