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Kardashians Baby:Heiliger Bimbam

Promis Kim Kardashian enthüllt Namen ihres Sohnes - es ist ein Heiliger

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Kim Kardashian enthüllt Namen ihres Sohnes - es ist ein Heiliger

Das Internet spottet und fragt: Hat es für Jesus nicht gereicht?

Mit dem Namen ihres zweiten Babys lösen Kim Kardashian und Kanye West erneut Aufregung aus, ja sie wecken sogar Hoffnung. Nur an das Kind hat mal wieder keiner gedacht.

Manchmal fragt man sich: Was bewegt Eltern dazu, ihre Töchter Mirabella Bunny, Poppy Honey oder Peaches Honeyblossom zu nennen? Warum hängen sie wehrlosen Kindern Fantasienamen wie Cheyenne Savannah, Fifi Trixabelle, Little Pixie oder Dixie an? Ist es ein Zeichen von Humor, wenn zwei Menschen ihren Sohn Satchel - "Schulranzen" - taufen? Oder von Sadismus?

Promi-Kinder dürfen offensichtlich auf keinen Fall Namen im herkömmlichen Sinne tragen. Vielmehr muss es sich um eine Art Prophezeihung handeln. Oder ein Symbol. Der Normalo stellt sich vor, wie eine berühmte Gestalt ein Standesamt betritt, über den Rand ihrer überdimensionalen Sonnenbrille hinweg den Sachbearbeiter fixiert und ihm einen Namen zuflüstert. Wie sie zufrieden die irritierte Reaktion auf der anderen Seite der Glasscheibe registriert. Und schließlich ihrer Assistentin zu verstehen gibt: "Perfekt. Der Name ist gekauft."

Ist es da nicht wunderbar, wenn zwei so bedeutende Menschen wie Kim Kardashian und Kanye West sich auf das Wesentliche besinnen? Mal einen Gang zurückschalten, sich rausnehmen aus dem Wettbewerb um den aufsehenerregendsten Namen?

Saint. Nicht mehr.

Kurz und knapp, geradezu einsilbig ist dieser Name. Saint hat fünf Buchstaben, genau wie der Name der Schwester North (mit weniger kommt nur Kate Hudsons Sohn Bing aus - ihr nächstes Kind wird möglicherweise Bang oder Bong heißen). Aber nur Saint schwebt über allem.

Saint. Ein Versprechen.

Lange war spekuliert worden, wohin es den Namen des kleinen Bruders von North West wohl verschlagen wird - nach Südwesten vielleicht, in den Osten gar? Doch die Eltern haben Wort gehalten: Wie versprochen schossen sie ihren Nachwuchs nicht in eine Himmelsrichtung. Sondern gleich senkrecht nach oben Richtung Himmel. Schließlich ist Weihnachten!

Kim Kardashian Kardashian-Spross heißt North West Bilder
Promi-Kindernamen

Kardashian-Spross heißt North West

Nordwesten: eine ganz gewöhnliche Himmelsrichtung. Eher ungewöhnlich ist es hingegen, wo diese ab sofort zu lesen ist - nämlich in der Geburtsurkunde von Kim Kardashians Tochter. Doch mit ihrem befremdlichen Namen ist das Promikind in bester Gesellschaft.

Saint. Heiliger Bimbam.

Sicher waren die Eltern gänzlich beseelt vom Geist der Weihnacht, als sie über den Kindsnamen nachdachten. Zweifellos fühlten sie sich Maria und Josef nah, wie sie da so an ihrem Küchentisch saßen, über die Namensbücher gebeugt. Ach was, sie SIND Maria und Josef!

Saint. Der Heilsbringer.

Auf Kim Kardashian und Kanye West ist Verlass. In Zeiten wie diesen haben sie uns einen Heiligen geschenkt. Ein Christkind, das zwar eher nicht nackt und mittellos in der Krippe liegen wird. Doch wer sagt, dass Heilsbringer unbedingt durch Armut beeinträchtigt sein müssen? Der Kleine hat ganz andere Probleme.

Saint. Eine Bürde.

Wer so heißt, der kann nicht einfach sein Lätzchen vollsabbern und sorglos mit Freunden aus der Krabbelgruppe den Sandkasten durchwühlen. Er muss Bedeutsames vollbringen. Mit gutem Beispiel vorangehen, ein Vorbild sein. Sich fernhalten von Leuten, die einen schlechten Einfluss ausüben. Rapper zum Beispiel. Oder Leder-Luder, die ihren Hintern in jede Kamera halten.

Saint. Go West.

Womöglich sind die Motive der Eltern aber gar nicht so religiös wie es scheint. Schließlich trägt das Kind den Nachnamen West. Möglicherweise steckt hinter Saint West ausgeprägter Patriotismus, der die USA als das gelobte Land feiert. Ist das nun besser als religiöse Erweckung? Oder schlimmer?

Saint. Kein Bock.

Sollte der Kleine weder auf das eine noch das andere Lust haben, kann er später immer noch auf Notwehr plädieren und sich einen anderen Namen aussuchen. Woody Allens Sohn Satchel, der Schulranzen, hat sich inzwischen umbenannt - in Ronan, eine Figur aus den Comics von Marvel. Superhelden sind schließlich immer gefragt.

Bis er alt genug ist, sich seinen Namen selbst auszusuchen, hat der kleine Saint genügend Zeit, herauszufinden, ob sein Name lediglich auf Scheinheiligkeit beruht.

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