Immobilien Adieu, Eigenheim

My home is my castle: Das Haus als der jeweils eigene Ort der Zuflucht wurde im 20. Jahrhundert für ganze Gesellschaftsschichten zur allgemein ersehnten Utopie vom Eigenheim.

(Foto: Ezra Portent / Photocase)

Auf Kleinfamilien ausgerichtete Häuser sind heillos gestrig. Müssten wir längst klüger bauen - oder kommt die Renaissance der prächtigen Villa? Ein Abgesang auf das schlichte Einfamilienhaus.

Von Gerhard Matzig

Le Corbusier, einer der berühmten Ahnherren der Moderne, beschrieb seine Wohnhäuser am liebsten als "Wohnmaschinen". Dahinter steckt der Wunsch, das Bauen jener Zeit mit der Epoche der Industrialisierung und der Ära einer fabrikneuen, durch und durch rational organisierten, millimetergenau vermessenen Gesellschaft übereinstimmen zu lassen.

Doch die raffaelloweißen, kubisch weithin ausstrahlenden und mondän inszenierten Villen, wie etwa die grandiose "Villa Savoye", 1931 in Poissy nordwestlich von Paris nach Plänen Le Corbusiers erbaut, waren natürlich doch keine Wohnmaschinen. Es waren wirkmächtige, suggestive ...

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Die Städtebau-Professorin Sophie Wolfrum erklärt, warum ein Haus pro Familie keine gute Idee ist. Sie spricht über Wohnen in München und ist sicher: "Wir werden alle öfter umziehen."   Interview von Pia Ratzesberger