DesignHella Jongerius und der menschliche Makel

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30 Jahre Arbeit, 250 Kisten: Hella Jongerius in ihrem Studio, während sie ihr Archiv bereit für die Reise nach Weil am Rhein macht.
30 Jahre Arbeit, 250 Kisten: Hella Jongerius in ihrem Studio, während sie ihr Archiv bereit für die Reise nach Weil am Rhein macht. © Vitra Design Museum, photo: Roel van Tour; VG Bildkunst, Bonn 2026

Sie ist eine der bekanntesten Produktdesignerinnen der Welt. Aber für die Industrie will die Niederländerin nicht mehr arbeiten. Porträt einer Frau, die die Gier nach immer neuen Dingen leid ist.

Von Laura Weißmüller

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Was Hella Jongerius von „Form follows function“ hält? Immerhin so etwas wie das Leitmotiv für Architektur und Design in der Moderne, die heilige Messlatte dafür, was gute Gestaltung auszeichnet: „Dinge müssen funktionieren. Das muss man doch gar nicht erwähnen.“ Wie lächerlich Jongerius den Glaubenssatz also findet, den von Dieter Rams bis Mies van der Rohe alle predigten, ist nicht zu überhören: „Wir sind mit dem Dogma des Funktionalismus aufgewachsen, aber für mich geht es in unserem Beruf darum, mehr als nur Dinge zu entwerfen, die nur funktionieren.“

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SZ PlusVon Laura Weißmüller (Text) und Jann Höfer (Fotos)

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