HäkelnGut eingefädelt

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IMAGO/YAY Images

Teekannenwärmer? Häkeln ist längst nicht mehr bieder. Handarbeitsfans entspannen beim gemeinsamen „Crocheting“, die Mode hat das luftige Hippiekleid wiederentdeckt – und sogar die ICE-Demonstranten setzten auf Wollmaschen.

Von Katharina Erschov

Vielseitig

Wer beim Häkeln noch an Teekannenwärmer denkt, an Tischdeckchen und Omas Hauben für die Klopapierrolle, der hat einiges übersehen. Inzwischen stellen Häkelfans nämlich auch Universen her – zum Beispiel „Sophie’s Universum“. So heißt ein Projekt im Netz, bei dem ein großes Mandala durch wiederkehrende Muster, Maschentypen und Farben entsteht, und zwar als verbindendes Gemeinschaftswerk: Die Teilnehmer arbeiten alle nach derselben Anleitung (Crochet Along) und teilen ihre Fortschritte miteinander. Beliebt ist auch die japanische Amigurumi-Technik für Spielzeuge und kleine Figuren, für Wohnaccessoires wie Körbe verwendet man am besten besonders dickes Garn. Beim Häkeln wird, anders als beim Stricken, eine einzige Nadel verwendet, durch ihren gebogenen Kopf lässt sich der Faden gut greifen und von Schlaufe zu Schlaufe zu verschiedensten Mustern verketten. Viele schwören auf einen entspannenden, ja meditativen Effekt. Wenn sehr filigran gearbeitet wird, ähnelt das Ergebnis geklöppelter Spitze, etwa bei der aufwendigen Technik für „Irish Crochet Lace“.  Häkeln gilt als relativ leicht zu lernen, der ideale Einstieg sind fertige Sets mit Nadeln, Wolle und Mustervorgaben.

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