Die früher als muffig verrufene Rote Bete ist ja lange rehabilitiert. Doch wer sich dafür interessiert, was die Rübe alles kann, der sollte ruhig auch mal asiatische Kochbücher wälzen. Fündig wird man etwa in Südindien, bei den Rezepten für Poriyal, wie die Tamilen sautierte Gemüsegerichte nennen. In Rote-Bete-Poriyal erkennt man die Rübe kaum wieder, weil ihre Erdigkeit ausbalanciert wird durch Schärfe und das elegante Aroma frischer (!) Blätter des Currybaums (im Asialaden fragen). Dafür 300 g Rote Bete mundgerecht würfeln, in einem Topf mit Wasser bedecken, mit 1 TL Meersalz salzen und kochen, bis die Bete weich ist (etwa 20 Minuten), abgießen und beiseite stellen. In einer Pfanne 2 EL Kokosöl (oder anderes Pflanzenöl) erhitzen und darin 1 fein geschnittene milde (!) rote Chili (Menge bitte nach Geschmack variieren) und 1 - 2 TL schwarze Senfkörner erhitzen, bis sie knistern. Dann 2 TL Spaltlinsen, eine kleine, fein gewürfelte Zwiebel (80 g) sowie 18 Curryblätter zugeben und unter Rühren etwa 2 Minuten sautieren. Am Ende mit den Bete-Würfeln eine weitere Minute sautieren und mit Salz abschmecken. Noch besser ist das Poriyal mit einer Handvoll frischer Kokosraspel.
GeschmackssacheRote Bete
Rehabilitiert ist die Rübe durch die neue Regionalküche schon lange. Doch wer wissen will, was Rote Bete wirklich kann, sollte ruhig mal ein bisschen in indischen Kochbüchern stöbern.
Von Marten Rolff