Flip Flops: Sonne, Strand, Urlaub - dafür stehen Flip Flops. Die Gummisohlen mit Zehentrenner sind längst auch in der Stadt salonfähig geworden und akustisch deutlich zu erkennen an dem schmatzenden Geräusch, das beim Gehen entsteht.

Die prominente Trägerin: Neben Caipirinha ist sie Brasiliens bekanntester Export: Gisele Bündchen. Die 32-Jährige ist derzeit das bestbezahlte Model der Welt und brachte vor vier Jahren eine eigene Flip-Flop-Kollektion heraus. Aus Brasilien stammen auch die berühmtesten Gummilatschen: die Havaianas. Weltweit sind die so beliebt, dass im Werk in Campina Grande jährlich etwa 206 Millionen Paar hergestellt werden. 2600 Kilometer soll man angeblich auf ihrer Katschuksohle zurücklegen können. Bloß nicht, sagt Susanne Schwarzkopf.

Das sagt die Ärztin: "In Flip Flops haben die Füße keinen festen Halt, vielmehr muss sich der Träger mit den Zehen beim Laufen festkrallen. Dadurch wird der normale Abrollvorgang des Fußes verhindert. So kann es zu schmerzhaften Verspannungen und Sehnenreizungen kommen. Da die Flip Flops meist aus Kunststoff gefertigt sind, dämpft die Sohle kaum bis gar nicht. Das Material ist nicht atmungsaktiv und kann Blasenbildung zwischen dem ersten und zweiten Zeh hervorrufen. Daher eignen sich Flip Flops nicht als normale Alltagsfußbekleidung, weil ihnen die Stütz- und Führungsfunktion fehlt, die ein Schuh eigentlich ausübt. Aus diesem Grund ist es auch eine Sicherheitsfrage, ob man den Flip Flop trägt. Die Gefahr von Stürzen erhöht sich nämlich, weil der Halt fehlt."

Bild: Getty Images 30. August 2012, 13:022012-08-30 13:02:11 © Süddeutsche.de/leja/bavo