Diskriminierung in der Spitzenküche:"Der Gast darf sich aufführen wie eine Sau"

Lesezeit: 7 min

Diskriminierung in der Spitzenküche: Ob bei Tisch, im Service oder am Herd - überall im Restaurant stehen Frauen im langen Schatten dominanter Männer. Illustration: Stefan Dimitrov

Ob bei Tisch, im Service oder am Herd - überall im Restaurant stehen Frauen im langen Schatten dominanter Männer. Illustration: Stefan Dimitrov

Als Frau alleine essen gehen? Eher seltsam. Die Spitzengastronomie? Besteht immer noch aus hauptsächlich männlichen Köchen. Und die Kellnerinnen? Müssen in der Branche mit der höchsten Belästigungsquote arbeiten. Zeit also, den Boys-Club-Code endlich zu knacken.

Von Lorraine Haist

Warum ist es immer noch seltsam, als Frau allein essen zu gehen? Seit einigen Monaten schreibe ich eine Kolumne in einem Frauenmagazin, für die ich jeden Monat ein Restaurant besuche. Solo. Auf die erste Folge bekam ich bei Instagram sehr viele private Nachrichten von Frauen. Der Tenor: Große Freude darüber, dass sich endlich jemand dieses Tabu-Themas annimmt. Tabu? Ich war erstaunt. Lebe ich in einer Zeitmaschine? Sind da draußen immer noch die Fünfzigerjahre, in denen es undenkbar war, als Frau ohne männliche Begleitung ins Restaurant zu gehen? Offenbar schon.

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