bedeckt München 21°

Draußen:Premiere für den Sommer

Smiling friends enjoying at social gathering in yard during sunset Sweden, Stockholm, model released, property released

Der Sommer ist da: Endlich wieder Feiern im Freien.

(Foto: imago premium/imago images/MASKOT)

Endlich wieder Party unter freiem Himmel. Ein paar Dinge, die das Gartenfest jetzt noch schöner machen - von der Lichterkette bis zum Flaschenkühler.

Pfingstrosen, buschige Sträucher, Tupfer aus Margeriten im Gras: Im Juni sind Garten und Balkon am schönsten, überall sattes Sommergrün, aber noch ohne die ersten Ermüdungserscheinungen nach zu großer Hitze. Die beste Zeit also, um dieses Jahr endlich wieder in die Gartenfest-Saison zu starten. Ob spontanes Picknick in der Wiese oder ein perfekt arrangiertes Dinner an langen Tischen, die aussehen wie aus Werbekampagnen für die Provence oder Griechenland: Hauptsache, es kann losgehen mit gemeinsamen Feiern unter freiem Himmel, je nach Inzidenzwert natürlich. Und auch wenn dabei das Wichtigste ist, mit Freunden, Kindern, Großfamilie einen Abend lang unbeschwert zusammenzusitzen - hier sind trotzdem ein paar besonders schöne Accessoires.

Komm in den Zirkus

(Foto: Lights for fun)

Lichterketten im Garten oder auf dem Balkon? Geschmackssache. Einerseits ist es natürlich ziemlich kitschig, wenn die Terrasse blinkert wie ein Vaudeville-Theater. Teelichter oder unterarmdicke Kerzen, die in hohen Laternen langsam vor sich hin tropfen, sind wahrscheinlich stilvoller - sozusagen mehr Versailles als Budenzauber. Andererseits: Kann man sich hierzulande wirklich auf windstille Frühsommerabende verlassen, an denen die schön postierten Flammen garantiert nicht ausgehen, die Zitronella-Brenntöpfe (Anti-Mücken-Wirkung: sehr mäßig) nicht plötzlich viel schwarzen Rauch absondern? Sicherer und optisch eine Zwischenlösung: Kleine Ketten mit zehn, zwölf altmodisch geformten Glühbirnen, das sieht nicht nach Hightech-Aufrüstung aus und verleiht auch kleinen Gartenpartys etwas Festliches. Noch besser, wenn es solarbetriebene Modelle sind wie die Variante in Warmweiß von Lights4fun. Außerdem: Ein bisschen Zirkus machen - das haben wir uns diesen Sommer alle verdient (10er oder 20er Solar-Party-Lichterkette, ab etwa 17 Euro, lights4fun.de). Anne Goebel

Einfach abhängen

(Foto: Chico)

Kinder lieben es, wenn alles in der Schwebe ist, sie können nie genug kriegen vom Schaukeln. Der bevorzugte Platz im Garten ist daher kein Liegestuhl, keine Picknickdecke - sondern unbedingt die Hängematte. Dabei gibt es oft nur ein logistisches Problem: Die Hängematte braucht zwei Bäume oder Haken im genau richtigen Abstand, Billigversionen bestehen zudem oft nur aus Stoff und Seil. Wer sich reinlegt, wird eingewickelt wie ein Burrito. Empfehlenswert sind daher Matten, deren Aufhängungsschlaufen durch eine Latte geführt werden. Stehen keine Bäume im korrekten Hängemattenabstand oder ist nur wenig Platz zur Verfügung, kann man sich ein Klappgestell kaufen, zum Beispiel von Chico. Das versteckt sich bei Regenwetter unauffällig hinter den anderen Gartenmöbeln, doch sobald die Sonne rauskommt, kann man: schaukeln. Die schlichten Hängematten made in Österreich sind äußerst robust und langlebig. (Gestell "Terra" von Chico, ab 220 Euro, chico.at) Barbara Vorsamer

Ideal für Barfuß-Drinks

(Foto: Nason Moretti)

Ja, natürlich sind unzerbrechliche Trinkbecher im Garten praktischer. Aus Plastik oder aus Pappe, wobei sich da der Weißwein spätestens beim zweiten Schluck im Mund anfühlt wie Ahoi-Brause, also eher nach Kindergeburtstag. Aber es geht eben in diesem lange erwarteten Sommer der kleinen Freiheiten nach all den Reglements endlich mal nicht nur um das, was zweckmäßig ist. Supervernünftig, hundertmal durchdacht. Sondern der Abend soll, genauso wie die Ausstattung, gute Laune machen und das Auge erfreuen. Also die hochbeinigen Kristallgläser? Viel zu formell. Ideal für Barfuß-Drinks im Gras sind bunte Glasbecher. Sie sehen nach Unbeschwertheit aus, sind nachhaltig, in allen Preisklassen zu haben - und in dünnwandigen Exemplaren lässt sich sogar edelster Grauburgunder servieren, ohne dass die Wein-Nerds unter den Gästen mosern. Wer sich den Luxus mundgeblasener Modelle aus Murano leisten will: Darin klingt das leise Klicken von Eiswürfeln einmalig schön (Becher Idra von Nason Moretti, 6er-Set etwa 240 Euro, nasonmoretti.com). Anne Goebel

Kalt an warmen Abenden

(Foto: Jansen+Co)

Für nahezu alle Gartenparty-Probleme gibt es auch eine ansehnliche Lösung. Nicht aber für die ewige Frage, wie man den Wein bis spät in die Nacht gekühlt bekommt. Der Klassiker: Das Planschbecken der Kinder wird zur Getränketheke. Etwas schicker sieht die Zinkwanne unterm Apfelbaum aus. Den Eiswürfeln kann man darin allerdings an warmen Abenden beim Schmelzen zusehen. Schlauberger setzen auf die Salzmethode: Dafür kommt die gleiche Menge Wasser und Eiswürfel in ein Gefäß plus Kochsalz, in wenigen Minuten ist das Wasser kalt - je mehr Salz, desto schneller. Bei einem Planschbecken braucht man da schon sehr große Mengen. Die einfachste und schönste Lösung bleiben Flaschenkühler aus Ton. Auf allen Tischen der Party verteilt, kann sich jeder jederzeit nachschenken - ohne dass jemand nachts vornüber in den Kinderpool kippt (Weinkühler von Jansen + Co., in drei Farben aus Terrakotta, 43,50 Euro, etwa über claudia-scheck.de). Julia Rothhaas

Schutzschirm für alle

(Foto: Business & Pleasure Co.)

Es gibt schon einen Grund, warum die beste Party immer in der Küche stattfindet. Man steht eng beieinander, Nachschub an Essen und Trinken ist in greifbarer Nähe, da fühlt sich der Mensch wohl. Für die Gartenparty darf man die Bande aber unbedingt nach draußen scheuchen, und zwar am besten unter einen Sonnenschirm. Das Stoffdach wirkt dann fast wie ein geschützter Raum, und wenn das Fest schon mittags losgeht, schützt es vor direkter Sonne bei zunehmender Menge Rosé. Außerdem sehen drei, vier bunte Schirmchen (einfach ein paar Exemplare aus dem Freundeskreis ausleihen) über die Wiese verteilt ziemlich gut aus - und schaffen ein Gefühl von Urlaub im Kleinen. Genau darum geht es schließlich bei einem gelungenen Fest (Sonnenschirm von Business & Pleasure Co. in verschiedenen Farben mit Fransen am Rand, 178 Euro, etwa über smallable.com). Julia Rothhaas

Große Freude für die Kleinen

(Foto: Ecobirdy)

Endlich erwachsen sein. Es gibt fast nichts, was Kinder lieber wollen. Am intensivsten ist dieser Wunsch in Übergangsphasen, wenn man kein kleines Kind, aber auch noch nicht erwachsen ist. Auf Familienfeiern heißt das: zu groß für den Hochstuhl, zu klein, um auf einem richtigen Stuhl zu sitzen. Was war das bei Familienfeiern jedes Mal für ein Betteln bei einer der vielen Tanten, auf den Schoß genommen zu werden, um den Erwachsenen bei ihren Gesprächen zuzuhören. Wirklich zufriedenstellend war das nicht, es sollte ja eigentlich ein eigener Platz am Tisch sein! Auf einer Gartenparty hatte eine ältere Cousine eine originelle Idee: Sie legte mehrere Kissen übereinander - ein sehr wackeliger Turm, der aber von allen anderen Kindern für den Rest der Feier beneidet wurde. Wie cool wäre es eigentlich gewesen, hätte man damals einfach eigene kleine Stühle und Tische gehabt? (nachhaltiger Kinderstuhl von Ecobirdy, für drinnen und draußen geeignet, 159 Euro, etwa über kinderraeume.com). Marija Barišić

Gemütlicher Beetvorleger

Nanimarquina
(Foto: Nanimarquina)

Ein Standard-Satz von Interior-Designern: "Hier muss ein Teppich hin!" Um Atmosphäre zu schaffen, einem Raum Struktur zu geben und, natürlich, damit es gemütlicher wird. So, und wer hat jetzt eigentlich behauptet, das alles brauche es im Garten nicht? Seit ein paar Jahren gibt es deshalb tatsächlich Outdoor-Teppiche. Keine langflorigen Perser, versteht sich, sondern witterungsbeständige Designs etwa aus recyceltem PET. Und sie werden auch nicht, wie die schutzbeschichtete Picknickdecke, auf den Rasen gebettet. Für diese Art "Beetvorleger" braucht es eine Terrasse oder einen großen Balkon, eben einen Raum draußen, der damit genauso aufgewertet werden kann wie drinnen. Die schönsten Modelle kommen von der spanischen Marke Nanimarquina. Wettermäßig ist man dort natürlich klar im Vorteil, außerdem gibt es im Süden viel mehr Außenpools, neben denen sich ein blauer Teppich mit Farbverlauf wirklich hervorragend macht. Aber auch hierzulande wirkt die Sitzecke mit den Gartenmöbeln plötzlich viel einladender, wenn sie von einem Schachbrettmuster mit Blumenborte eingerahmt wird. Und natürlich lassen sich die womöglich nicht ganz so hübschen Fliesen des Vormieters mit einem großen Teppich perfekt kaschieren (verschiedene Größen, nanimarquina.com). Silke Wichert

© SZ/chrm
Zur SZ-Startseite
Garten Storytelling Teaser

SZ PlusGarten
:Alles blüht auf

Kann das Home-Office, zumindest in den warmen Monaten, auch ein Garden-Office sein? Über die Verbindung von Leben und Arbeit und eine neue Generation von Gartenhäusern.

Lesen Sie mehr zum Thema

Süddeutsche Zeitung
  • Twitter-Seite der SZ
  • Facebook-Seite der SZ
  • Instagram-Seite der SZ
  • Mediadaten
  • Newsletter
  • Eilmeldungen
  • RSS
  • Apps
  • Jobs
  • Datenschutz
  • Kontakt und Impressum
  • AGB