Garten:Ein zufriedener Gärtner ist ein schlechter Gärtner

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Wer glaubt, das Bild würde den Autor dieses Textes zeigen, der irrt. Wie es sich anfühlt, im Garten zu liegen, weiß er eher nicht. (Foto: Konstantin Trubavin/imago images/Westend61)

Eigentlich stellt man sich den Garten als Ort der Ruhe und Entspannung vor. Nur wie soll das gehen zwischen Schneckenattacke und Wühlmausdurchbruch? Warum der Stress des Gärtners auch sein Glück ist.

Essay von Max Scharnigg

Unter den ersten Dingen, die ich damals für den Garten anschaffte, waren zwei Liegestühle. Schöne, teure Liegestühle aus Dänemark, die perfekt hinten links neben den Flieder passen. Jedes Frühjahr baue ich sie dort auf, im November schleppe ich sie wieder unters Dach zum Überwintern. In der Zeit dazwischen werden die Stühle durchaus benutzt: von der Katze des Nachbarn, von Gästen, die sich mit Wonne darauf niederlassen, sie dienen als Ablage für die Motorsense, außerdem klettern Kinder gerne darauf herum. Nur, wenn ich gefragt werde, ob diese Stühle empfehlenswert seien, muss ich wirklich lange überlegen. Wie man sie rumschleppt, das weiß ich, aber eher nicht, wie es sich anfühlt, darin zu liegen.

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