Gartenarbeit:Auf die Verlotterung des Gartens

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Wildwuchs statt hochherrschaftlich gepflegtem Rasen: Ist gut für Insekten und bietet auch Kindern viel Raum zum Entdecken.

(Foto: imago/Westend61)

Der Rasen ist verfilzt, vermoost, verwildert? Gut so! Für die Biene und für den Menschen erst recht. Ein Plädoyer für den entspannten Umgang mit dem Grün.

Von Gerhard Matzig

Vielleicht, denkt man in einer Stunde tintenschwarzer, besser gesagt: löwenzahngelber, weißkleehafter, wegerichartiger, jedenfalls ob des sprießenden Unkrauts im malträtierten Post-Winter-Rasen abgrundtiefer und eigentlich auch nicht mehr vertikutierbarer Verzweiflung, vielleicht weiß ja der Allmächtige Rat und Trost. Allmächtig in diesem Sinn ist die große, welthaltige Suchmaschine Google. Man betet also innig zu ihr und hofft, dass der Komplettierungsautomatismus auf die eingegebenen Begriffe "der perfekte" nicht mit einem "Rasen" antwortet. Wenn es einen Gott gibt, denkt man, dann ist der perfekte Rasen eine Chimäre. Etwas Irres. Tinnef. Etwas, worauf es nicht ankommt. Beziehungsweise der direkte Weg in die Hölle. Und Google sei Dank: Mit "perfekt" verbinden sich erst mal nur "Mann", "Pizzateig", "Reitersitz" und "Bleistift". Man muss schon noch ein "R" eingeben, um zum perfekten Rasen zu gelangen - noch vor dem perfekten Rucksack und dem perfekten Rinderbraten.

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