Haben & SeinSportlich bis heiter

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Gant

Großes Tennis in München, Klettern mit Stil und eine Kaffeekanne, die fast zu schön ist für die tägliche Aufbauarbeit – die Stilnews der Woche.

Von Silke Wichert, Tanja Rest und Max Scharnigg

Ostküste meets Englischer Garten

In München wird derzeit Tennis auf Weltniveau gespielt – beim ATP Turnier BMW Open by Bitpanda geht es an diesem Wochenende noch um die Finalspiele. Mit von der Partie ist unter den Sponsoren die US-Modemarke Gant, die nicht nur die Balljungen und sonstiges Turnier-Personal mit ihren Outfits bekleidet, sondern für das Münchner Publikum auch einen Pop-up-Shop aufgebaut hat. Dort gibt es eine exklusive Tournament-Kapselkollektion zur Münchner Tenniswoche zu erwerben. Diese kleine Kollektion umfasst T-Shirts, Poloshirts und Hoodies in den charakteristischen Farben Grün und Creme und hat feinen US-Ostküsten-x-Englischer-Garten-Charme. Wer also seinen Münchner Sommer mit einem einigermaßen exklusiven Stück Sportswear veredeln möchte, sollte sich zum Turniergelände aufmachen – oder aber mal online checken, was von den Sachen noch verfügbar ist. Die hübsche Munich Tennis Tote Bag dürfte sich jedenfalls auch sehr gut für Stadtnachmittage ganz ohne Tennisbezug eignen.

Miwok

Klamotten zum Klettern

An alle Gründerinnen und Gründer, die ihr die Sportsfreunde dort draußen an der frischen Luft mit noch einem weiteren Label zwangsbeatmen wollt, Lektion 1: Vergesst es (im Prinzip).  Bergsteigerstiefel füllen auf dieser Welt schon mehr Regalmeter, als der Everest hoch ist, Marathon-Sneakers gibt es wie Sandkörner auf Hawaii, mit den im Handel erhältlichen Rennradtrikots könnte man den Tourmalet tapezieren (davon abgesehen tragen eh alle Rapha). Wenn nun im ähnlich hart umkämpften Kletter-Markt ein neues Label an den Start geht und Einzelteile wegen der großen Nachfrage schon nach vier Wochen nachproduziert werden müssen, so ist das auf den ersten Blick erstaunlich, bei genauerem Hinsehen aber nur konsequent. An alle Gründerinnen und Gründer von Outdoor-Labels, Lektion 2: Lebt verdammt noch mal, was ihr verkaufen wollt.

Womit wir bei Michael Meisl wären. Erstbegeher von Routen im Schwierigkeitsgrad bis 10+, Erschließer von Klettergebieten in Arco und Tirol, Autor und Herausgeber von Kletterführern, Fotograf unter anderem für Adidas; in den Neunzigerjahren war er mit seiner Marke „Lost Arrow“ schon einmal erfolgreich. Miwok, benannt nach einem First-Nation-Stamm im Yosemite, ist nun die Summe aus all dem: lebenslange Erfahrung, große Expertise, maximale Kletter-Verstrahltheit und ein intuitives Gespür für zeitgemäßen Style. Die erste Kollektion ist frei vom branchenüblichem Chi-chi, also keine Signalfarben, Berghelden-Slogans oder prahlerische Prints. Stattdessen Basics in Naturtönen und aus Bio-Baumwolle, reduziert, funktional, ästhetisch. Dazu passend der Claim: „Miwok steht für eine bewusste Rückbesinnung auf die Ursprünge des Kletterns – als Gegenentwurf zu einer zunehmend von Leistung, Wettbewerb und Kommerzialisierung geprägten Outdoor-Welt.“ Die gestreifte Panzerknacker-Kletterhose hat schon mal das Zeug, ein neuer Klassiker am Fels zu werden. Sieht aber natürlich auch in der Kletterhalle, beim Wandern und überhaupt gut aus. 119 Euro, über miwokclothing.com und bergzeit.de.

C.P. Company

Typ-Sache

Erst mal Kaffee. So beginnen sehr viele Menschen ihren Tag und so beginnen sehr viele Treffen unter Gesprächspartnern, die dann im besten Fall zu gutem Output führen. Das gemeinsame Kaffee-Ritual steht auch beim Austausch der beiden italienischen Brands Alessi und C.P. Company im Vordergrund, und zwar nicht nur symbolisch, sondern ganz konkret. Die Kooperation, die nächste Woche beim Salone del Mobile in Mailand vorgestellt wird, vereint Industriedesign (Alessi) mit Workwear (C.P. Company). Neben einem Nylon B Shirt in exklusiven Farben und der charakteristischen, aber abgewandelten Linse am Ärmel, gibt es eine limitierte Espresso-Kanne, die in jeder Küche sofort auffallen wird, weil sie, nun ja, sehr männlich daherkommt. Der „9090 Espresso Maker“ (entworfen 1979 von Richard Sapper) wurde per Hand gesandstrahlt und dann PVD beschichtet, um ihm eine Art cooles Workwear-Finish zu verpassen. Die dunkelgraue Oberfläche soll sich außerdem im Sinne von Umberto Ecos Philosophie „Open Work“ mit der Zeit und reichlicher Nutzung verändern, so wie die Klamotten von C.P. Company ja auch. Passend zur Kanne wurden die Tassen und Löffel von Jean Nouvel und das Tablett von Enzo Mari im gleichen Stil bearbeitet. Die Stückzahl ist limitiert auf 999 Stück.

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