Essen und Trinken Herbe Würze und Knusper

Spanischer Blumenkohlsalat

Das Rezept: Für diesen Salat wird hanseatische Handfestigkeit mit spanischer Lässigkeit kombiniert. Er funktioniert das ganze Jahr über, hat aber eindeutig etwas Sommerliches. Moment mal, Sommer und Blumenkohl? Nee, oder? Doch, das geht gut! Beim Braten verliert der Kohl jede Mumpfigkeit, bleibt knackig, schmeckt nussig. Dazu gibt es süße Sultaninen die in Orangenlikör gebadet haben, saure Boquerones-Sardellenfilets. Geröstete Haselnüsse und Pumpernickel-Brösel sorgen für herbe Würze und Knusper. Auch das Grün vom Blumenkohl spielt mit, das viele bislang immer achtlos weggeworfen haben dürften. Spritzer Zitronensaft, Olivenöl. Fertig. Wer sagt, dass raffiniert schwierig heißt?

Zutaten: 60 g Sultaninen, 3 EL Orangenlikör, 400 g Blumenkohl, Olivenöl, Salz, pro Person 6-8 Boquerón en vinaigre, 1-2 El Zitronensaft, 2 Pumpernickel-Taler, 1-2 EL Haselnussblättchen.

Zubereitung: Den Orangenlikör mit 3 EL Wasser strecken und die Sultaninen darin über Nacht einweichen. Blumenkohl putzen, das zarte Grün von den Rippen zupfen und aufbewahren. Blumenkohl in dünne Scheiben schneiden und in 5 EL Olivenöl bei mittlerer Hitze goldbraun braten, salzen. Boquerón aus der Lake nehmen, abtropfen und leicht ölen. Aus Zitronensaft, 6 El Olivenöl und Salz eine Vinaigrette rühren. Den gebratenen Blumenkohl mit Blumenkohlgrün, Sardellenfilets und Rosinen auf einer Platte anrichten. Mit der Vinaigrette beträufeln. Pumpernickel fein zerbröseln und mit den Haselnussblättchen in der Pfanne rösten, bis die Nüsse hellbraun sind. Über den Salat streuen und am besten sofort servieren.

(Stevan Paul)

Kochen Wilder Spargel
Foodblog
Rezept mit Kartoffelcarpaccio

Wilder Spargel

Wer bei Spargel an fade, weiße Stangen denkt, sollte mal Wildspargel probieren. Zum Beispiel mit pochiertem Ei, oder wie hier, mit Kartoffelcarpaccio.   Von Mercedes Lauenstein

Blumenkohlsalat neapolitanisch

Das Rezept: Mittelmeerküche kann vieles bedeuten. Süßlich arabische Noten, wie sie die Spanier und Sizilianer lieben, oder klassisch mediterran mit Oliven und Kräutern. Darauf versteht sich die Region Kampanien bestens, um nicht zu sagen: am allerbesten von allen - in kulinarischer Hinsicht hält Neapel oder die Amalfiküste nicht allzu viel von Bescheidenheit. Hier wurden, so glauben die Bewohner, Attribute wie "sonnengereift" oder "aromatisch" erst erfunden. Die neapolitanische "Insalata di rinforzo" kombiniert diese Tugenden mit dem sanften Geschmack von Blumenkohl. Ursprünglich ist der kräftigende Salat, so die wörtliche Übersetzung, ein Weihnachtsgericht. Nach mitteleuropäischem Empfinden passt der Mix aus Kapern, Anchovis und frischem Oregano eher zu einem ersten lauen Abend auf dem Balkon - dazu ein Stück gutes Weißbrot, köstlich auch mit Happen von Büffelmozzarella.

Zutaten: ein mittlerer Blumenkohl, Salz und frischer Pfeffer, Rotweinessig, sehr gutes Olivenöl, zwei große Zweige Oregano, 6-8 Sardellenfilets, 100 g Gaeta-Oliven, 100 g Kapern, 400 g reife rote Parikaschoten, die Haut abgezogen (vorher im Ofen rösten, gibt es aber auch fertig im Glas).

Zubereitung: Blumenkohlröschen in kochendem Salzwasser etwa 5 Minuten garen, unter kaltem Wasser abschrecken, gut abtropfen lassen. Mit Olivenöl, Essig, Salz und Pfeffer in einer großen Schüssel anmachen. Oreganoblättchen mit Oliven, Kapern und gespülten Sardellenfilets in Streifen dazugeben. Paprikaschoten in Streifen schneiden und unterheben. Wichtig: Mindestens drei Stunden bei Zimmertemperatur durchziehen lassen. Schmeckt am nächsten Tag noch besser.

(Anne Goebel)