Kolumne "Eigener Herd":Die inneren Werte

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Kolumne "Eigener Herd": Das Kalbszungen-"Ceviche" mit eingelegten roten Zwiebeln und Chili wird in der Berliner Bar "Freundschaft" serviert.

Das Kalbszungen-"Ceviche" mit eingelegten roten Zwiebeln und Chili wird in der Berliner Bar "Freundschaft" serviert.

(Foto: Joerg Lehmann/Brandstätter Verlag)

Nose to Tail: Das Kochen mit dem ganzen Tier ist einer der größten Food-Trends der vergangenen 20 Jahre. Leider hat er bisher wenig verändert. Schade, denn Gerichte mit Leber, Herz oder Nieren sind so nachhaltig wie köstlich.

Von Marten Rolff

Als der britische Starkoch Fergus Henderson 1999 sein Buch "Nose to Tail Eating: A Kind of British Cooking" veröffentlichte, löste er damit ein kleines Erdbeben aus. Natürlich hatte das Kochen mit dem ganzen Tier, die kulinarische Verwertung von weniger populären Teilen wie Nieren und Mägen, ja sogar von Schafsaugen, Kalbsköpfen oder Schweinsfüßen da schon eine Tradition, die so alt ist wie die Jagd oder die Nutztierhaltung selbst. Trotzdem ließen Henderson-Jünger, wenn sie in Beiträgen für Gastromagazine und Foodblogs das Schlürfen gerösteten Knochenmarks zur Philosophie erhoben, es stets ein bisschen so klingen, als habe ihr Idol gerade erst die bahnbrechende Entdeckung gemacht, dass Rinder überhaupt Knochen haben.

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