Neulich um zwei Uhr morgens. Man fährt aus dem Bett, weil man denkt, fremde Leute stehen im Schlafzimmer. Leute, die sehr laut reden, trinken und lachen. Das tun sie tatsächlich, allerdings draußen auf der Straße. Man bekommt diesen Ausbruch von Lebensfreude deswegen so unmittelbar mit, weil man im Erdgeschoss wohnt und nah dran ist an fremden Großstadtmenschen, die auf der Straße feiern. Bevor sie weiterziehen, stellen sie noch ihre leeren Bierflaschen auf dem Fensterbrett ab.
WohnenWir im Erdgeschoss
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Wenig Privatsphäre, kalt und dunkel: Wohnungen im Parterre haben auf den ersten Blick viele Nachteile. Aber nicht zuletzt in der Corona-Krise zeigt sich: Sie können ein Ort der Begegnung sein. Plädoyer für einen unterschätzten Lebensraum.
Von Verena Mayer
