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Beauty-Tipps:Schön zu Hause

Pampering myself on weekends.

Friseur, Maniküre, Massage - fällt mit den Ausgangsbeschränkungen weg. Aber das heißt nicht, dass man es sich nicht zu Hause gut gehen lassen kann.

(Foto: Getty Images)

Ein ordentlicher Haarschnitt soll nicht systemrelevant sein? Von wegen. Fünf Ratschläge, wie man auch ohne Friseur oder Kosmetikerin die Selbstachtung bewahrt.

Haare

Ein Zentimeter klingt lächerlich wenig, doch nie war er länger als jetzt. Denn genau so schnell wächst das Kopfhaar pro Monat. Und damit das Problem. Derzeit machen sich graue Balken auf unseren Köpfen breit, die nicht nur sehr genau zeigen, wer sein Haar tatsächlich färbt, sondern auch, wie lange der letzte Friseurbesuch her ist. Natürlich kein weltbewegendes Problem, aber dem eigenen fortschreitenden Verfall so ausgeliefert zu sein, hebt nicht unbedingt die Stimmung in Quarantäne. Während sich manche mit Kopf- statt Mundschutz in den Supermarkt begeben, schleichen andere vor das Regal mit Haarfärbemitteln in der Drogerie. Kurzfristig behilft sich die plötzlich ergraute Gesellschaft mit Ansatzsprays, Farbconcealer oder Haarpuder im gewünschten Ton. Das funktioniert erstaunlich gut, nach einmal Waschen muss allerdings neu kaschiert werden. Weil die Auswahl an Färbemitteln genauso groß ist wie die Vielzahl an möglichen Farbpannen, beraten Anbieter wie Schwarzkopf und Shyne online oder per App. Zudem zeigen zahlreiche Videos im Netz, wie man die Farbe auf dem Kopf richtig verteilt: Strähne für Strähne mit Stielkamm vom Mittelscheitel aus beginnend. Weniger Geduldige oder Begabte setzen eher auf die Teig-Knet-Methode (Farbe mit den Fingern Richtung Kopfhaut massieren) oder verhaften den Partner zum Färben. Während viele Mittel die ganze Bude einmal durchdampfen, erinnern natürliche Haarfärbemittel angerührt an etwas, das eine Kuh mit verdorbenem Magen auf der Weide hinterlassen hat. Derweil verzweifeln die Friseure ob all des Aktionismus. Bundesweit bitten sie unter #zeigedeinenAnsatz um Solidarität: Bitte nicht selbst färben, wir sind bald wieder da. Der Friseur lässt sich nun mal nicht ersetzen - das gilt auch für den Schnitt. Vom langersehnten Bob darf man jetzt getrost die Finger lassen. Wer sich hingegen den Pony oder aufgezwirbelte Haarspitzen selbst schneiden will, sollte in eine ordentliche Schere investieren und sich Millimeter für Millimeter vorarbeiten. Zeit haben wir schließlich genug. Julia Rothaas

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