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Ladies & Gentlemen:Das Corona-Couple

Ana de Armas, höchst erfreut, am Arm des gelockdownten Ben Affleck.

Hurra, das erste Promi-Corona-Couple! Ben Affleck und Ana de Armas zelebrieren frischverliebt den Lockdown-Look. Ob sie wenigstens beim Küssen die Maske abnehmen?

Maske und Mini: Ana de Armas

Das erste offizielle Corona-Couple! Die Schauspieler Ben Affleck und Ana de Armas hat es erwischt, gerade noch rechtzeitig vor dem Lockdown. Quarantäne ist ja das, was Frischverliebte auch in normalen Zeiten am liebsten gemeinsam tun. Aber dann kommen die ganzen Ablenkungen der modernen Gesellschaft hinzu, und so manche Turtelei endet so schnell, wie sie angefangen hat, weil der Neue sich in Bars und an sonstigen sozialen Brennpunkten plötzlich unerwartet daneben benimmt. Die Liebesflamme der Ana de Armas allerdings brennt lichterloh, weil sich der gelockdownte Ben Affleck aus Mangel an Fauxpas-Möglichkeiten offensichtlich von seiner besten Seite zeigt.

Wie trägt man seine neue Leidenschaft also stilvoll zur Schau? Na klar, genauso wie in Nichtkrisenzeiten, mit einem Partnerlook, der die Gemeinsamkeiten unterstreicht, also zum Beispiel die Vorliebe für Todesvermeidung: Statt Fahrradhelm sind Matching Masks in Pandemiezeiten das Mittel der Wahl. Hat Ana de Armas diese Masken mit pastellfarbenem Pampers-Print ausgesucht, um seine Liebe zu testen? Wird sie das Mannsbild bald für ein weiteres Zeichen seiner Ergebenheit dazu zwingen, ihren Schoßhund alleine auszuführen? Egal - noch gehen die beiden ja gemeinsam auf Dog Walk, und zwar hervorragend angezogen.

Die Kubanerin wurde schon in einem Gucci-Overall gesichtet, oder, wie hier, in einem extraheißen Mini-Dress. Für den echten, eigelbbefleckten Quarantäne-Look ist es in Anbahnungszeiten schließlich viel zu früh - für das ständige Aufeinanderhocken, ohne sich zur kosmetischen Wiederherstellung ab und zu voneinander zu entfernen, eigentlich auch. Für dieses Liebe-in-Zeiten-von-Corona-Experiment bleibt uns nur, den beiden zu danken.

Ben Affleck, in Jeans und T-Shirt, beim Gassigehen mit Ana de Armas.

Maske maskulin: Ben Affleck

Der Schauspieler Ben Affleck ist ein ergiebiger Whistleblower in eigener Sache. Die Schilderung seiner Ehe- und anschließender Suchtprobleme ging nahtlos in eine öffentliche Dating-App-Phase und schließlich in eine neue Liebe über. Aber der Mann hat zwei Oscars im Schrank und altert sehr ansehnlich, soll er doch in den medialen Ententeich Brot werfen so viel er will.

Was seinen Stil angeht, so gehört Affleck zu dem häufigen Typus Mann, der in einem Anzug oder Smoking ausgezeichnet aussieht, aber trotzdem keinen gesteigerten Wert darauf legt. Er hat eine breitschultrige Architektur, um die ein schwarzer Anzug fließen kann wie verdammte Schokoladenkuvertüre. Affleck ist aber kein Freizeitanzugträger, sondern zieht sich eben das an, was etwa 95 Prozent der Männer an der US-Westküste tragen - egal ob in Quarantäne, beim Rasenmähen oder turtelnd mit der neuen Liebe: Bluejeans ohne modische Fußnote, ein neutrales T-Shirt, das aussieht als wäre es noch aus frühen American-Apparel-Beständen und dazu völlig egale Bequemsneakers.

Der Look ist natürlich okay, um mal eben um den Block zu spazieren. Aber er gibt doch wieder Anlass darüber nachzudenken, warum wir in einer Zeit leben, in der ein Mann mit 47 das Gleiche anzieht wie ein Mann mit 7? Ist es nicht doch etwas unterkomplex, jeden Morgen am Kleiderschrank zu denken: Ach guck, Sonne, ich werde Jeans und T-Shirt anziehen, wie an jedem Tag meines erfolgreichen Lebens.

Aber Frischverliebte sind natürlich entschuldigt, da muss man froh sein, dass sie überhaupt mal vor die Tür gehen und dabei was anhaben. Wie man hört, haben die beiden ja die Isolation gut miteinander absolviert. Glückwunsch! Dann gibts vielleicht mittelfristig einen Anlass, bei dem Affleck wieder Anzug trägt.

© SZ vom 02.05.2020/vs
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