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Lebensmittel:Auch billige Butter kann gut sein

Butter im Test: Auch billige Butter schnitt in einem Test der Stiftung Warentest gut ab.

Auch billige Butter ist gut - in einem Test der Stiftung Warentest schnitten auch günstige Produkte gut ab.

(Foto: dpa-tmn)

Verbraucher können beim Kauf nicht viel falsch machen, schreibt die Stiftung Warentest in ihrem Bericht. Viele Produkte sind geschmacklich und hygienisch einwandfrei - doch es gibt Ausnahmen.

Gute Butter muss nicht viel kosten. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung von Stiftung Warentest.

  • Jedes zweite der 30 getesteten Produkte wurde für "gut" befunden, zwölfmal haben die Tester die Note "befriedigend" vergeben, zweimal "ausreichend".
  • Wegen der hohen Zahl an Keimen, die auf Hygienemängel bei der Produktion schließen lässt, wurde die Original Irische Süßrahmbutter von Kerrygold als "mangelhaft" bewertet. Die mildgesäuerte Butter der Firma erreichte dagegen ein gutes Ergebnis.
  • Bei den 15 mildgesäuerten Produkten im Test schnitten Edekas "Gut & Günstig" (mittlerer Preis etwa 1,29 Euro) und "Unsere Butter" von Sachsenmilch (mittlerer Preis etwa 2,39 Euro) am besten ab. Beide erhielten die Note 1,9. Die einzige Biobutter, die in dieser Kategorie getestet wurde, stammt von Berchtesgadender Land und erreichte die Note 2,3.
  • Die beste Süßrahmbutter ist eine Biobutter und kommt von Rewe (Preis etwa 2,15 Euro, Note 1,9), Rang zwei ging an Dennree (Preis etwa 1,99 Euro, Note 2,0), ein weiteres Bioprodukt.

Die Testsieger gehören allesamt zur Handelsklasse "Deutsche Markenbutter". Für dieses Prädikat müssen die Produkte strenge Kontrollen durchlaufen, daher verwundern die Bestnoten wenig. Doch auch bei Deutscher Markenbutter soll es laut Stiftung Warentest Qualitätsmängel gegeben haben. So erreichte die Penny-Butter, das ebenfalls auf diese Weise ausgezeichnet ist, nur die Note 3,5.

Die Hintergründe können laut Bericht vielfältig sein. Unter anderem könnte eine Rolle spielen, dass die amtlichen Butterprüfer spätestens zehn Tage nach der Herstellung prüfen. Stiftung Warentest hat dagegen am Ende der Mindesthaltbarkeit Eigenschaften wie Aussehen, Geruch, Geschmack, Streichfähigkeit und Verpackung sowie Schadstoffgehalt und Keimzahl untersucht.

Am Ende geben die Warentester noch einen Tipp: Der Preis für Butter schwankt mitunter relativ stark - für Verbraucher kann es sich daher lohnen, Butter billig einzukaufen und einzufrieren. Allerdings büßt sie dadurch etwas an Geschmack ein. Gefrierbrand lässt sich vermeiden, wenn die Butter originalverpackt in einer Dose oder einem Gefrierbeutel tiefgekühlt wird. Gefroren sollte sich Butter mindestens ein halbes Jahr halten. Im Kühlschrank taut sie dann in zwei bis drei Stunden auf, bei Raumtemperatur geht es schneller.

Und für alle, die den Unterschied zwischen mildgesäuerter Butter und Süßrahmbutter nicht kennen: Erstere wird am meisten verkauft, sie lässt sich recht einfach herstellen und ihr pH-Wert liegt unter 6,4. Sie eignet sich für alles, was man mit Butter so anstellen kann. Süßrahmbutter schmeckt sahniger, der pH-Wert liegt über 6,4 und sie eignet sich neben dem normalen Gebrauch vor allem für Soßen und zum Backen.

© SZ.de/dpa/tmn/feko/lot
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