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Brad Pitt wirbt für Chanel No. 5:Dufter Typ

Dusche? Keine Zeit. Dafür gibt's doch Babyfeuchttücher! Freimütig bekannte sich Brad Pitt in jüngerer Vergangenheit zu seiner mangelnden Körperhygiene. Umso erstaunlicher, dass sich Chanel nun ausgerechnet für diesen Hollywoodstar entschieden hat, um seinen berühmtesten Damenduft zu bewerben.

Brad Pitt war mal der Traum vieler Frauen. 1995 und 2000 wählte ihn das People Magazine sogar zum "Sexiest Man Alive". Doch mittlerweile macht der Schauspieler eher mit albtraumhaften Äußerungen von sich reden: "Ich habe oft keine Zeit, zu duschen", gestand er am Rande des Filmsets von Inglorious Basterds (2009), stattdessen reibe er sich mit Babyfeuchtüchern ab. "Ich habe sechs Kinder. Ich werde ständig angepinkelt", berichtete der ehemalige Hollywood-Beau bei anderer Gelegenheit von seinem Alltag mit Angelina Jolie und den sechs Kindern.

Schon im Jahr 2004 wählte ihn der schwedische Showbiz-Experte Mikael Jagerbrand auf Platz eins seiner Liste der "stinkenden Promis".

Doch jetzt geht Pitt in die olfaktorische Offensive: Der Schauspieler wirbt von nun an für den berühmtesten Damenduft der Welt: Chanel No.5. Und der hat so gar nichts mit dem angeblich müffelnden Körpergeruch des 48-Jährigen gemein.

Erster Mann für den Damenduft

Das gelbe Wässerchen im eckigen Flakon wurde 1921 von der französischen Modeschöpferin Coco Chanel auf den Markt gebracht. Bis heute zählt der vor 91 Jahren entwickelte blumige Duft zu den meistverkauften Parfüms der Welt. Laut Firmenangaben geht weltweit alle 55 Sekunden ein Flakon über den Ladentisch.

Nach den Hollywood-Größen Marilyn Monroe, Nicole Kidman und Cathèrine Deneuve wirbt Brad Pitt als erster Mann für das Parfüm. Der 30-Sekunden-Spot besticht durch Minimalismus in Schwarz-Weiß. Pitt trägt ein schlichtes Hemd, seine (offensichtlich frisch gewaschenen) Haare fallen leicht auf den Kragen. Eindringlich blickt er in die Kamera und hält einen Monolog auf Chanel No. 5. Der Duft sei "unvermeidlich", so Pitt.

Andrea d'Avack, die Präsidentin von Chanel Fragance & Beauty erklärte der Women's Wear Daily: "Um eine Legende frisch zu halten, musst du immer wieder die Betrachtungsweise ändern. Es ist das erste Mal, dass wir einen Mann über ein Frauenparfüm sprechen lassen."

In amerikanischen und britischen Modezeitschriften wird darüber spekuliert, dass der Schauspieler für seinen Auftritt in dem Werbefilm des britischen Regisseurs Joe Wright etwa fünf Millionen Dollar bekommen haben soll. Das dürfte reichen, um eine ausreichend große Packung Babyfeuchttücher zu kaufen.

© Süddeutsche.de/jst/jobr/rus
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