BlattgoldWas es kostet, das Saarland zu vergolden

Nicht erst nach Franck Ribérys Goldsteak-Gate ist Blattgold in der Kritik. Dabei ließe sich vieles damit ratzfatz verschönern. Und das mitunter sogar ziemlich preiswert. Sechs Ideen.

Ein Windhauch reicht, um die Kostbarkeit hinfort zu tragen: Blattgold ist nur ein zehntausendstel Millimeter dünn. Mit der aus reinem Gold oder hochkarätigen Goldlegierungen hergestellten Folie werden Bilderrahmen, Stuckaturen und Kirchenkuppeln vergoldet. Auch in der modernen Kunst ist Blattgold gefragt. Blattvergoldete Skulpturen des britischen Künstlers Damian Hirst sind begehrte Sammlerobjekte. Hauchdünn findet es sich auch auf Pralinen, in Schnaps, auf Lachs - oder, wie es sich jüngst Bayern-Fußballer Franck Ribéry hat in einem Restaurant in Dubai servieren lassen - um ein mächtiges Steak gewickelt. Der angebliche Preis für diesen geschmacklosen, ähem, geschmacksneutralen Luxus: irgendwas zwischen 1200 Dirham (etwa 300 Euro) und 1200 Euro. Nur ein Bruchteil davon entfällt auf das Blattgold. Der reine Materialpreis für den Edelfleisch-Edelmetallmantel dürfte bei unter zwei Euro liegen. Das ist nicht viel, gemessen an der Aufregung um das Video, das zeigt, wie Ribéry sich sein Gold-Steak zerteilen lässt. Warum also bringen wir nicht auch noch an anderer Stelle mehr Goldglanz in unser Leben? Sechs Vorschläge.

Bild: Stephan Rumpf 7. Januar 2019, 17:322019-01-07 17:32:53 © SZ.de/pvn/min/olkl