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2. Bundesliga:Nächste Pleite für Stuttgart

Holstein Kiel - VfB Stuttgart

Ohne Treffer in Kiel: Stuttgarts Mario Gomez.

(Foto: dpa)

Die Schwaben verlieren auch bei Holstein Kiel und müssen sich um den Bundesliga-Aufstieg sorgen. Das Topspiel zwischen dem HSV und Bielefeld endet torlos.

Im Endspurt des Zweitliga-Aufstiegsrennen gerät der VfB Stuttgart zunehmend unter Druck. Die Schwaben von Trainer Pellegrino Matarazzo verloren am Sonntag mit dem 2:3 (0:1) bei Holstein Kiel auch das zweite Spiel des Neuanfangs nach der Zwangspause. Emmanuel Iyoha (7. Minute) sowie Jannik Dehm (78.) und Lion Lauterbach (79.) per Doppelschlag machten am Sonntag den zweiten Sieg der Kieler über den Zweitliga-Favoriten in dieser Saison perfekt. Für die eine Stunde in Unterzahl spielenden Schwaben trafen Nicólas González per Foulelfmeter (59.) und Silas Wamangituka (87.).

Nach der gelb-roten-Karte für Daniel Didavi musste der VfB die komplette zweite Halbzeit in Unterzahl auskommen. Der Spielmacher wird nach seinem Platzverweis beim Topspiel gegen den Hamburger SV am Donnerstag fehlen. Einen Punkt liegt der Tabellendritte hinter dem HSV zurück, Kiel rückte auf Rang sieben vor.

In Kiel war zunächst Iyoha im Gegenzug nach einer großen Chance für VfB-Stürmer Mario Gomez zu schnell für Verteidiger Marcin Kaminski und traf mit einem Flachschuss ins lange Eck. In der ersten Halbzeit mussten die Stuttgarter aber nicht nur den Rückstand, sondern auch den Platzverweis für Ersatzkapitän Didavi hinnehmen. Nur wenige Minuten nach einer gelben Karte wegen Meckerns schwächte der Spielmacher mit einem Foul an Finn Porath seine Elf. Nach dem Seitenwechsel führte dann ein Foul von Kiels Torhüter Gelios an VfB-Stürmer Hamadi Al Ghaddioui zum Ausgleich. Vor den entscheidenden weiteren Stuttgarter Gegentreffern sah der eingewechselte Roberto Massimo nicht gut aus.

HSV gegen Bielefeld torlos

Viel Aufwand, gute Chancen - aber wieder nur ein Punkt: Der Hamburger SV hat nach der Corona-Zwangspause immer noch nicht in den Aufstiegs-Modus geschaltet. Im Spitzenspiel der 2. Liga schaffte die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking gegen Arminia Bielefeld nur ein 0:0 - trotz bester Möglichkeiten. Durch den fehlenden Killerinstinkt verpasste es der HSV in einer munteren Partie, den Druck auf den Tabellenführer im Kampf um den Aufstieg zu erhöhen. Bielefeld hat an der Spitze weiterhin sieben Punkte Vorsprung auf den HSV.

Mit dem zweiten Unentschieden der Hamburger in Serie wurde es auch nichts mit der angestrebten Unterstützung in Form eines Sieges für Uwe Seeler. Die Vereinsikone erholt sich derzeit von einer Hüft-Operation, nachdem Seeler in seinem Haus schwer gestürzt war. Vier Tage vor dem nächsten Spitzenspiel beim Tabellennachbarn VfB Stuttgart konnte der HSV damit auch kein Selbstvertrauen tanken, insgesamt fehlte dafür in der Offensive die letzte Konsequenz.

Der abstiegsbedrohte Karlsruher SC hat dagegen den Sprung aus dem Tabellenkeller verpasst. In einer Partie der vergebenen Gelegenheiten kamen die Badener nicht über 0:0 gegen den VfL Bochum hinaus.

© SZ.de/dpa/sid/ebc
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