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Zweite Bundesliga:Fürth und Club auf Relegationsplätzen

Paul Seguin ( 33, SpVgg Greuther Fürth / Fuerth) jubelt nach seinem Tor zum 0:1 07.11.2020 ¢ Fussball, 2.Bundesliga, Vf

Einmal nach oben, bitte: Paul Seguin gibt beim Torjubel die Richtung seiner Fürther vor.

(Foto: Horst Mauelshagen/imago images)

In der zweiten Liga kämpfen drei der vier bayerischen Teams mit Rückschlägen: Nürnberg gewinnt wieder nicht, Regensburg verliert unnötig und Würzburg hadert mit dem Schiedsrichter.

Von Johannes Kirchmeier

Sieben Spiele haben die vier bayerischen Teams in der zweiten Fußball-Bundesliga bislang absolviert - und wenn man nach dem durchschnittlichsten Auftakt sucht, dann wird man schnell fündig: Mit neun Punkten und einem 10:10-Torverhältnis belegt der SSV Jahn Regensburg Rang acht. Recht viel mehr Mitte geht nicht. In Regensburg, wo sie Jahr für Jahr um den Ligaverbleib kämpfen, sind sie selbstredend ganz zufrieden mit diesem Start - wenngleich am Sonntag mehr drin gewesen wäre für sie: 2:4 (1:2) unterlagen sie dem überraschend stark losgeflitzten VfL Osnabrück, der derzeit Rang zwei belegt. Doch aus Jahn-Sicht war dies eine sehr unnötige Niederlage, gab der SSV ja mehr Torschüsse ab, hatte mehr Ballbesitz und auch mehr Strafraumszenen. Doch die Osnabrücker waren diesmal schlauer und siegten durch die Effizienz zweier Elfmetertore und eines Freistoßtreffers von einem, den sie beim Konkurrenten 1. FC Nürnberg nicht mehr brauchen konnten: Sebastian Kerk.

Die ehemaligen Mitspieler von Kerk sucht man vergebens in der oberen Tabellenhälfte, sie stehen wie schon am Ende der Vorsaison auf dem Relegationsplatz 16. In dieser Saison führten sie bisher in jedem Spiel, die letzten fünf Partien konnten sie jedoch nicht gewinnen. Am Samstag glich Düsseldorfs Kenan Karaman nach 30 Minuten die Club-Führung von Manuel Schäffler zum 1:1-Endstand aus. "Wenn wir weiter dran bleiben, selbstkritisch und sehr fleißig sind, dann werden wir solche Spiele auch gewinnen", sagte der FCN-Coach Robert Klauß. "Knüppelharte" Arbeit forderte sein Torwart Christian Mathenia für die anstehende Länderspielpause.

Mindestens genauso knüppelhart müssen nun auch die Würzburger Kickers arbeiten. Der Aufsteiger ist trotz des frühen Trainerwechsels von Michael Schiele zu Marco Antwerpen weiter Letzter mit nur einem Punkt. Sechs Zähler beträgt der Rückstand nach dem 1:4 (0:1) beim 1. FC Heidenheim schon auf die gesicherten Plätze. Felix Magath, als Head of Flyeralarm Global Soccer der Projektleiter, fand: "Man hat nicht das Gefühl, dass wir in dieser Liga willkommen geheißen werden." Womit er weniger die Gastlichkeit der Gegner meinte, sondern die Schiedsrichter-Entscheidungen: "Nicht zum ersten Mal in dieser Saison gab es einige strittige Szenen, die man auch anders sehen kann."

Glorreiche Tage erlebt dagegen weiter die SpVgg Greuther Fürth, die gegensätzlich zum großen Rivalen Nürnberg den oberen Relegationsplatz der Liga belegt: Nach dem 2:0 in Bochum, dem dritten Sieg in Serie, kletterte das Team von Trainer Stefan Leitl auf Rang drei. "Ich würde lügen, wenn es uns nicht glücklich machen würde. Es ist wunderbar, es sieht gut aus", findet Leitl.

© SZ vom 09.11.2020
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