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Zweite Bundesliga:Ab jetzt Spaß

1. FC Nürnberg - 1. FC Heidenheim

Wichter Sieg für den Klassenerhalt: Die Nürnberger feiern das 3:1 von Tom Krauß (3. von links) gegen Heidenheim.

(Foto: Daniel Karmann/dpa)

Der 1. FC Nürnberg sichert mit einem 3:1-Erfolg gegen Heidenheim den Klassenverbleib. Nach sechs Partien in Serie ohne Niederlage freuen sich die Franken nun auf die Spitzenteams der Liga.

Robert Klauß machte nach dieser starken Vorstellung seiner Mannschaft einen Haken unter den Abstiegskampf. "Wir haben jetzt 39 Punkte. Ich denke, dass wir damit die Klasse halten, und wir sind darüber stolz und froh", sagte der Trainer nach dem 3:1 (2:1) gegen den 1. FC Heidenheim. Der 36-Jährige sieht das vorrangige Ziel in seinem Premierenjahr beim Club erfüllt. "Wir wollten eine sorgenfreie Saison spielen", sagte Klauß: "Jetzt sind die größten Sorgen erstmal weg." Aber der junge Trainer mochte damit keineswegs die komplette Zweitliga-Saison abhaken: "Trotzdem gibt es noch Spiele, die wir gewinnen wollen und gewinnen können."

Der Heimsieg gegen Heidenheim war ein Beleg dafür, dass das Nürnberger Team nicht nur genug Qualität für die zweite Liga besitzt, sondern auch richtig guten Fußball spielen kann. "Wir kommen gerade ins Rollen", stellte Klauß erfreut fest. In einem ansehnlichen Spiel dominierten die Mittelfranken insbesondere im Mittelfeld. Das belegten auch Johannes Geis (2. Minute), Fabian Nürnberger (26.) und Tom Krauß (54.) mit ihren Toren. "Die Mannschaft wächst von Spiel zu Spiel", meinte Geis. Und Rechtsverteidiger Enrico Valentini erinnerte an die Vergangenheit: "Wir haben lange den Rucksack aus dem letzten Jahr mit uns herumgetragen." Das ist mittlerweile anders: Auch den 1:1-Ausgleich durch einen Foulelfmeter von Tim Kleindienst (18.) habe seine Mannschaft "gut verkraftet", wie Klauß erfreut feststellte. Von einer "verdienten Niederlage" sprach dagegen Heidenheims Coach Frank Schmidt: "Der Club war griffiger, war giftiger." Die Nürnberger sind nun seit sechs Partien ungeschlagen.

Geis gab die Richtung des Spiels kurz nach dem Anpfiff mit seinem frechen Freistoß fast von der Eckfahne vor, mit dem er Torhüter Kevin Müller überlistete. "Ich habe ich es einfach mal probiert. Schön, dass er reingegangen ist. Das Tor hat uns dann Sicherheit gegeben", sagte Geis, der das Club-Spiel aus der Tiefe steuerte. Die vier ausstehenden Partien können die Nürnberger Verantwortlichen um Sportvorstand Dieter Hecking und auch Trainer Klauß nun nutzen für Fingerzeige Richtung Zukunft. Nacheinander geht es gegen die drei Aufstiegsaspiranten Kiel, HSV und Bochum. Dann folgt noch Hannover. "Wir gehen mit viel Freude in die letzten Spiele - aufgrund der Gegner und unserer Ausgangsposition", sagte Klauß. Auch Valentini äußerte große Vorfreude: "Ab jetzt macht's Spaß. Für die Gegner geht's noch um viel. Sie haben ein bisschen Druck. Wir haben gegen Heidenheim gezeigt, dass wir mit den Mannschaften von oben mithalten können."

© SZ vom 26.04.2021 / dpa
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