MeinungAustralian OpenZverev braucht den Mut, sich komplett zu verändern

Kommentar von Jürgen Schmieder, Melbourne

Lesezeit: 3 Min.

Im dritten Anlauf wollte Alexander Zverev endlich im Finale eines Grand Slam reüssieren – Jannik Sinner aber spielte zu starkes Tennis.
Im dritten Anlauf wollte Alexander Zverev endlich im Finale eines Grand Slam reüssieren – Jannik Sinner aber spielte zu starkes Tennis. Tingshu Wang/Reuters

Ein vertrautes Umfeld schadet im Nomaden-Sport Tennis nicht. Aber für den ersehnten großen Titel braucht Zverev jetzt Kreativität, Innovationen – und Mut.

Null zu drei. Das ist die Grand-Slam-Final-Bilanz von Alexander Zverev nach der Niederlage im Australian-Open-Endspiel am Sonntag. Er ist damit der erst sechste Spieler der Geschichte, der seine ersten drei Major-Finals verloren hat. Und weil Zverev im April seinen 28. Geburtstag feiern wird, lautet die Frage natürlich: Was muss passieren, damit es noch klappt mit dem ganz großen Triumph? Zverev hat die Antwort selbst gegeben in Melbourne, und zwar unfreiwillig, einige Tage vor dem Finale. Warum er sich gegen Linkshänder so wohlfühle, wurde er gefragt. Nun, sein Bruder sei einer, also habe er all die Eigenheiten millionenfach erlebt, sagte er. In einem Sport, der derart auf Wiederholung und Routine ausgelegt ist, sei das natürlich von Vorteil.

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