Australian Open Zverev macht sich das Leben schwer

Tat sich schwer in der zweiten Runde der Australian Open: Alexander Zverev.

(Foto: REUTERS)
  • Alexander Zverev steht in der dritten Runde der Australian Open. Der beste deutsche Tennisspieler besiegt Jérémy Chardy in fünf Sätzen. Philipp Kohlschreiber scheidet dagegen aus.
  • Auch Laura Siegemund verliert ihr Zweitrundenspiel in Melbourne, nachdem sie in der Runde davor noch hatte überraschen können.

Alexander Zverev hat mit großer Mühe wie in den vergangenen beiden Jahren die dritte Runde bei den Australian Open der Tennisprofis erreicht. Der Weltranglisten-Vierte aus Hamburg schlug den Franzosen Jérémy Chardy am Donnerstag in Melbourne 7:6 (7:5), 6:4, 5:7, 6:7 (6:8), 6:1.

Dabei vergab Zverev schon im vierten Satz einen Matchball. Nächster Gegner an diesem Samstag ist der australische Außenseiter Alex Bolt. Der Weltranglisten-155. ist dank einer Wildcard dabei. Bei einem Sieg würde der 21-jährige Zverev erstmals das Achtelfinale in Australien erreichen.

Australian Open Angelique Kerber erreicht die dritte Runde
Australian Open

Angelique Kerber erreicht die dritte Runde

Die Mitfavoritin setzt sich gegen die brasilianische Qualifikantin Beatriz Haddad Maia in zwei Sätzen durch - nun geht es gegen eine Australierin. Wimbledon-Finalist Kein Anderson scheitert früh.

Ausgeschieden am vierten Turniertag sind dagegen Philipp Kohlschreiber, Maximilian Marterer und Laura Siegemund. Der dreimalige Achtelfinalist Kohlschreiber unterlag in einem hart umkämpften Match am Donnerstag dem Portugiesen João Sousa 5:7, 6:4, 6:7 (4:7), 7:5, 4:6.

Kohlschreiber musste sich Sousa an einem schwül-heißen Tag nach 4:18 Stunden geschlagen geben. Ein Aufschlagverlust zum 1:2 im fünften Satz und eine verpasste Chance, zum 4:4 auszugleichen, brachten die Entscheidung. Zum Anfang des vierten Satzes war die Partie für mehr als eine Stunde wegen Regens unterbrochen, auch danach gab es immer wieder Pausen, weil es tröpfelte.

Der Nürnberger Marterer unterlag mit 6:7 (8:10), 6:7 (8:10), 7:5, 4:6 gegen den an Nummer 28 gesetzten Franzosen Lucas Pouille. Der 23 Jahre alte Linkshänder bot über weite Strecken eine gute Leistung in der engen Partie, konnte aber in beiden Tiebreaks Satzbälle nicht nutzen.

Bei den deutschen Frauen ist nur noch Kerber im Spiel

Siegemund scheiterte als vorletzte der sechs deutschen Tennis-Frauen in der zweiten Runde. Nach dem 3:6, 4:6 gegen die Weltranglisten-27. Hsieh Su-Wei aus Taiwan ist nur Angelique Kerber in Melbourne in Runde drei dabei. Die Wimbledonsiegerin trifft am Freitag zur deutschen Vormittagszeit im letzten Spiel des Tages in der Rod-Laver-Arena auf die australische Außenseiterin Kimberly Birrell.

Siegemund war über den verpassten Sprung in die dritte Runde zwar enttäuscht, aber insgesamt aufgeräumt. "Für mich ist das trotzdem ein großer Erfolg. Ich bin auch zufrieden, wie ich heute gespielt habe", sagte die Stuttgarterin. Nach einem 2017 erlittenen Kreuzbandriss versucht Siegemund seit ihrer Rückkehr, an alte Form anzuknüpfen. Derzeit ist die Schwäbin die Nummer 110 der Weltrangliste, dürfte aber einen Schritt nach vorn machen.

Zwei Tage nach ihrem überraschenden Erfolg gegen die frühere Weltranglisten-Erste Victoria Asarenka aus Weißrussland konnte Siegemund nicht ganz an diese Leistung anknüpfen. Gegen die 33-jährige Hsieh, die sie bestens aus gemeinsamen Doppel-Auftritten kennt, lag Siegemund nach nur sieben Minuten schon 0:3 zurück. "Sie ist eine Spielerin, gegen die fühlst du dich nie wohl. Man kriegt fast nie einen Ball, der angenehm ist."

Auch Petkovic scheidet im Doppel aus

Gegen die sehr konstant agierende Asiatin machte die 30-Jährige zu viele Fehler, um es nach 2016 zum zweiten Mal unter die letzten 32 der Australian Open zu schaffen. Siegemund stemmte sich nach dem 2:5 im zweiten Satz zwar gegen das Aus, doch nach 1:33 Stunden musste sie sich der letztjährigen Achtelfinalistin geschlagen geben.

Andrea Petkovic kehrte drei Tage nach ihrer Aufgabe im Einzel, als sie wegen starken Schwindels nicht weiterspielen konnte, auf den Platz zurück. Im Doppel schied die Darmstädterin an der Seite von Einzel-Olympiasiegerin Monica Puig aus Puerto Rico aber aus. Gegen Eri Hosumi aus Japan und Alicja Rosolska aus Polen hieß es 5:7, 4:6.

Tennis "Hellas, ole, ole, ole!"

Fans bei den Australian Open

"Hellas, ole, ole, ole!"

Wenn Stefanos Tsitsipas bei den Australian Open antritt, wird es laut: Dafür sorgen die vielen Fans griechischer Herkunft, die in Melbourne leben. Die Spieler staunen.   Von Barbara Klimke