Zukunft des Davis Cup:Zerfaserte Fraktionen

Lesezeit: 2 min

Tennis-Weltverbandspräsident David Haggerty will anstelle des Davis Cups eine Nationen-WM austragen lassen. Es braucht Innovationsgeist - doch sein Plan ist radikal.

Von Gerald Kleffmann

Nun haben sich auch Roger Federer und Rafael Nadal zu Wort gemeldet. "Die Zeit wird zeigen, ob das okay ist", sagte der Schweizer zu den Plänen des Weltverbandspräsidenten David Haggerty, den mehrmonatigen Runden-Modus und den Namen des Davis Cups nach 118 Jahren abzuschaffen - und ab 2019 eine einwöchige Nationen-WM am Saisonende im November als "World Cup of Tennis" austragen zu lassen. Finanziert durch eine Investorengruppe um Fußballweltmeister Gerard Piqué, die drei Milliarden garantiert, 25 Jahre lang. "Ich höre extrem positive und negative Reaktionen", sagte Federer, er indes legte sich nicht fest. Der Spanier Nadal bewertete Haggertys Vorstoß, der im August auf der Generalversammlung der ITF abzusegnen ist, als "gute Initiative". Obwohl die höchsten Profi-Instanzen sich offen bis zugetan äußern, prasselt Entrüstung auf Haggerty ein: von ehemaligen und aktuellen Spielern - und auch vom Deutschen Tennis-Bund. Fehlt diesen Bedenkenträgern vielleicht nur Innovationsgeist, um einen verstaubten Wettbewerb in die Moderne zu entlassen?

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