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Zugang des FC Bayern:Rode lehnt sofortiges Leihgeschäft ab

Sebastian Rode

Mit Selbstvertrauen nach München: Sebastian Rode.

(Foto: dpa)

Der Bayern-Zugang aus Frankfurt will sich vom Rekordmeister nicht ausleihen lassen. VfL-Spieler Junior Malanda fällt für den Rest der Saison aus, muss aber nicht operiert werden. Eishockeyspieler David Wolf darf wegen seiner Prügelattacke bei der WM nicht starten.

Bundesliga, FC Bayern: Sebastian Rode will nach seinem Wechsel von Eintracht Frankfurt im Sommer zum FC Bayern sofort durchstarten und sich nicht gleich vom deutschen Fußball-Rekordmeister ausleihen lassen. "Viele glauben, nur gestandene Profis können es bei Bayern packen. Dann beweise ich halt das Gegenteil. Das traue ich mir zu, trotz der großen Konkurrenz", sagte der 24-Jährige der Sport Bild. "Ich werde es allen zeigen, dass ich es kann", betonte der U-21-Nationalspieler. Der Mittelfeldprofi, der seit Ende Februar wegen eines Knorpelschadens nicht spielen kann, hat bei den Münchnern einen Vierjahresvertrag unterschrieben.

Bayern-Coach Pep Guardiola habe Rode in seinem Kader gewollt, berichtete der Defensivakteur. "Mir ist klipp und klar versichert worden, dass der Trainer hinter diesem Transfer steht. Am Ende des Tages gibt es aber keine Garantien: Ich muss mich im Training beweisen", sagte er und urteilte selbstbewusst: "Wenn eine Mannschaft so erfolgreich war, sind neue Spieler wie Lewandowski und ich auch wichtig, um die Gier nach Erfolg aufrechtzuhalten." Der polnische Torjäger von Borussia Dortmund ist neben Rode die bisher einzige bayerische Neuerwerbung für die kommende Saison.

Bundesliga, VfL Wolfsburg: Fußball-Profi Junior Malanda vom Bundesligisten VfL Wolfsburg fällt für den Rest der Saison aus. Der belgische Mittelfeldspieler zog sich beim 0:2 im Pokal-Halbfinale am Dienstag bei Borussia Dortmund einen Innenbandanriss im Knie und eine Kreuzband-Zerrung zu. Malanda fällt sechs bis acht Wochen aus, kommt aber um eine Operation herum. "Das ist Glück im Unglück", kommentierte VfL-Coach Dieter Hecking am Mittwoch nach dem Training in Wolfsburg. Zunächst war eine noch schwerere Verletzung befürchtet worden.

Eishockey, WM: Eishockey-Bundestrainer Pat Cortina muss bei der WM im Mai endgültig auch auf Torjäger David Wolf von den Hamburg Freezers verzichten. Der in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) gesperrte Stürmer darf bei dem Turnier vom 9. bis 25. Mai in Minsk nicht eingesetzt werden. "Er ist von der Liga gesperrt worden und gesperrte Spieler dürfen nicht eingeladen werden", sagte der Generalsekretär des Deutschen Eishockey-Bundes (DEB), Franz Reindl, am Mittwoch nach Rücksprache mit dem Weltverband IIHF. Wolf war nach einer Prügelattacke in der DEL für sieben Spiele gesperrt worden, kann den Bann nach dem Freezers-Saisonaus aber nicht mehr absitzen.

Olympia, DOSB: DOSB-Chef Alfons Hörmann sieht Berlin und Hamburg als mögliche Olympia-Kandidaten für die Sommerspiele 2024 oder 2028 auf Augenhöhe. "Natürlich ist eine Hauptstadt meistens bekannter als die zweitgrößte Stadt. Wir würden aber nicht mit Hamburg reden, wären wir nicht fest davon überzeugt, dass die Stadt mit einem entsprechenden Konzept ebenfalls international siegfähig ist", sagte der Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) dem "Hamburger Abendblatt" (Mittwoch) in einem Interview. Mit keiner der beiden Millionen-Städte seien bisher offizielle Gespräche geführt worden, betonte Hörmann, "insofern sind beide Kandidaten gleichauf". Für die Spiele 2024 läuft die Meldefrist beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) im zweiten Halbjahr 2015 ab. Der DOSB will frühestens Ende dieses Jahres über eine mögliche deutsche Kandidatur entscheiden.

Premier League, Mesut Özil: Der deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil wird am Wochenende nach einer gut sechswöchigen Verletzungspause wieder im Kader des FC Arsenal stehen. Das bestätigte Gunners-Coach Arsène Wenger am späten Dienstagabend nach dem 3:1 (1:1)-Heimsieg in der Premier League gegen West Ham United. "Özil sollte zurückkehren", sagte Wenger. Am Sonntag treten die Nord-Londoner bei Aufsteiger Hull City an. Özil hatte sich im Viertelfinal-Rückspiel der Gunners am 11. März beim FC Bayern München eine Muskelverletzung im Oberschenkel zugezogen und war seitdem zum Zuschauen gezwungen. Am Montag hat der Profi zum ersten Mal wieder mit der Mannschaft trainiert. Auch Bundestrainer Joachim Löw dürfte vor der Weltmeisterschaft in Brasilien glücklich darüber sein, dass der Spielmacher auf der Insel noch ein wenig Spielpraxis sammeln kann.

Serie A, Mario Gomez: Gute Nachricht für Bundestrainer Joachim Löw auch aus Florenz: Mario Gomez hat drei Wochen nach seiner Bänderzerrung im Knie wieder das Training bei seinem Klub AC Florenz aufgenommen. Auf dem Platz muss der frühere Bundesligaprofi aber noch ein individuelles Programm absolvieren. Gomez (28) soll laut Angaben italienischer Medien schon in den nächsten Tagen wieder mit der Mannschaft trainieren. Das Ziel des 59-maligen Nationalspielers sei, noch vor dem italienischen Pokalfinale gegen den SSC Neapel am 3. Mai in Rom sein Comeback in der Serie A zu geben.

Hamburger SV, Lasogga: Der abstiegsbedrohte Hamburger SV muss in den verbleibenden vier Spielen der Fußball-Bundesliga offenbar ohne Torjäger Pierre-Michel Lasogga auskommen. Nach einem Bericht des Hamburger Abendblatts kann der 22 Jahre alte Stürmer nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel frühestens in einer eventuellen Relegation wieder mitwirken. Lasogga, mit zwölf Treffern bester HSV-Torjäger in dieser Saison, plagen bereits seit Wochen Oberschenkelprobleme. Der Bundesliga-Dino HSV liegt nach 30 Spieltagen auf dem 16. Tabellenplatz in akuter Abstiegsgefahr.

Borussia Dortmund, Personal: Der BVB hat den Vertrag mit dem derzeit verletzten Nationalspieler Ilkay Gündogan vorzeitig um ein Jahr bis 2016 verlängert. Das gaben die Westfalen vor dem Halbfinale des DFB-Pokals gegen den VfL Wolfsburg bekannt. Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler hatte bisher einen Kontrakt bis 2015 und war im vergangenen Sommer von zahlreichen europäischen Topklubs umworben worden, hat aber wegen anhaltender Rückenprobleme in dieser Saison nur 56 Bundesliga-Minuten absolviert. Sein letztes Spiel hatte Gündogan im vergangenen August beim Test der deutschen Nationalmannschaft gegen Paraguay (3:3) bestritten. Seit einigen Monaten befindet sich der defensive Mittelfeldspieler zwar im Aufbautraining, an einen Einsatz war bisher allerdings nicht zu denken. BVB-Trainer Jürgen Klopp hatte in der vergangenen Woche angekündigt, dass Gündogan bis zur WM in Brasilien (12. Juni bis 13. Juli) nicht fit werde. Die BVB-Verantwortlichen hatten stets beteuert, den Vertrag mit dem früheren Nürnberger unbedingt verlängern, ihn aber auch nicht im Sommer 2015 ablösefrei abgeben zu wollen.

Fußball in Brasilien: Der Wechsel des ehemaligen französischen Fußball-Nationalspielers Nicolas Anelka zum brasilianischen Erstlisten Atlético Mineiro ist geplatzt. Der Klub teilte mit, dass man entgegen erster Planungen von einer Verpflichtung des 35-Jährigen Abstand nehme. Grund dafür sei, dass man zuletzt vergeblich versucht habe, mit dem früheren Weltklassestürmer in Kontakt zu treten. Anelka hat sich nach Angaben von Mineiro nicht an Absprachen gehalten, weshalb man die getroffene Vereinbarung für unwirksam halte. Dies werde man auch dem Fußball-Weltverband FIFA mitteilen. Der zum Islam konvertierte Anelka, der bereits vergangene Woche zum Dienstantritt in Belo Horizonte erwartet worden war, hatte zu Beginn dieser Woche für Verwirrung gesorgt. Anstatt bei Atlético zu trainieren, absolvierte er einen "religiösen Besuch" in Kuwait. Er sei "nicht hier, um über Fußball zu sprechen", sagte Anelka am Montag in dem Emirat. Der Stürmer war vom Ministerium für Religionsangelegenheiten zu einem Treffen mit jungen Muslimen eingeladen worden. Ende Dezember 2013 hatte Anelka für einen Skandal gesorgt, als er in Diensten des englischen Erstlisten West Bromwich Albion ein Tor beim 3:3 gegen West Ham United mit dem antisemitischen Quenelle-Gruß feierte. Anelka war daraufhin vom englischen Verband FA für fünf Spiele gesperrt und kurze Zeit später entlassen worden.

Fußball in England: Lukas Podolski hat den FC Arsenal am Dienstag im Kampf um die Champions-League-Plätze in der englischen Premier League mit zwei Treffern fast im Alleingang zum 3:1 (1:1) über Stadtrivalen West Ham United geschossen. Nachdem die Gäste durch Matthew Jarvis in der 40. Spielminute in Führung gegangen waren, traf Podolski (44.) zunächst zum 1:1-Ausgleich. Mit seinem zweiten Tor zum 3:1 (78.) sorgte der Ex-Kölner gegen den Stadtrivalen dann für die Entscheidung. Das 2:1 hatte zuvor Olivier Giroud (55.) erzielt.

Durch den Erfolg nach vier Liga-Spielen ohne Sieg haben die Nord-Londoner in der Tabelle den FC Everton zumindest vorübergehend wieder vom vierten Platz verdrängt. Die Toffees (66) können jedoch schon am Mittwoch gegen Crystal Palace wieder an Arsenal (67) vorbeiziehen. Podolski durfte im Derby gegen West Ham zum zweiten Mal in dieser Saison in der Liga durchspielen. In 14 von 15 Partien war er zuvor ein- oder ausgewechselt worden. Nach dem Final-Einzug im FA-Cup am Samstag hatte sich der Profi noch darüber beschwert. Am Dienstag rechtfertigte er seinen 90-Minuten-Einsatz mit seinen Liga-Treffern fünf und sechs. Außerdem war er mit einem Freistoß (62.) nur knapp gescheitert.

© SZ.de/sid/dpa/ebc

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