Zehn Zylinder der Formel 1 – Paul Hembery

Paul Hembery: Die Runde, die da im Truck direkt hinter der Boxengasse tagte, bestimmt über Wohl und Wehe der Formel 1: Verbandspräsident Jean Todt, Rennleiter Charlie Whiting und der Pirelli-Sportdirektor berieten direkt nach dem Reifendesaster in Mittelengland über Sofortmaßnahmen, übermorgen soll das in noch größerer Runde geschehen. Der Gummi-Mann versteht die Rennwelt sowieso nicht mehr: Die Formel 1 hatte ausdrücklich die weniger haltbaren Pneus gewünscht, damit es mehr Spannung gibt. Und als einige Rennställe nicht damit zurechtkamen, hatten die Italiener sofort eine neue Reifengeneration gebracht. Doch die muss im Lager bleiben, weil sich die verfeindeten Teams nicht auf einen vorgezogenen Einsatz einigen konnten. Noch ein paar Pannen, und Pirelli zieht sich zurück. "Dann", unkt das Branchenblatt autosport, "fährt man wohl auf Reifen von Fred Feuerstein."

Bild: Getty Images 1. Juli 2013, 10:092013-07-01 10:09:26 © Süddeutsche.de/ebc/rus