Zehn Zylinder der Formel 1Rosberg rockt das Baseball-Stadion

Der Sieger von Mexiko fühlt sich wie ein Rockstar, Teamkollege Lewis Hamilton wütet. Und Sebastian Vettel kann sich nicht mal über einen spektakulären Rekord freuen.

Enrique Peña Nieto

Die erste Runde gebührte dem Staatspräsidenten. Enrique Peña Nieto läss sich in einem Golfkarren über die Rennstrecke kutschieren, in die Land und Stadt etwa 360 Millionen Dollar investiert haben sollen. Schräg hinter ihm: Bernie Ecclestone. Das Comeback des Rennens lockte 110 000 Zuschauer an, bei Ticketpreisen von umgerechnet 100 bis mehr als 3000 Euro. "Man merkt, dass die Begeisterung einfach von Herzen kommt", sagt Nico Hülkenberg, der an der Seite von Lokalmatador Sergio Pérez für Force India fährt, "die haben ja sogar für mich gejubelt." Nach 23 Jahren Pause hat sich die ganze Sehnsucht entladen, alle Formel-1-Beteiligten waren sich einig, dass es sich - vor allem im großen Stadion - um das beste Publikum der Neuzeit gehandelt habe. Niki Lauda gesteht: "So einen Grand Prix wie hier habe ich noch nie gesehen. Der Fußball ist ja immer das Nonplusultra. Diesmal hat die Formel 1 ihn aber übertroffen!"

Bild: AFP 2. November 2015, 10:312015-11-02 10:31:13 © Süddeutsche.de/mane/dd