Zehn Zylinder der Formel 1"Unter Schock, surreal, aber auch ziemlich cool"

Daniel Ricciardo freut sich ungewöhnlich über den ersten Rennsieg seiner Karriere. Sebastian Vettel schimpft über seine "Gurke". Und Felipe Massa liest im Streckenhospital dem Mann im Bett nebenan die Leviten. Die Zehn Zylinder vom Großen Preis in Kanada.

Zehn Zylinder der Formel 1 – Felipe Massa

Daniel Ricciardo freut sich ungewöhnlich über den ersten Rennsieg seiner Karriere. Sebastian Vettel schimpft über seine "Gurke". Und Felipe Massa liest im Streckenhospital dem Mann im Bett nebenan die Leviten. Die Zehn Zylinder vom Großen Preis in Kanada.

Felipe Massa: Der gereckte Daumen, der da aus dem Rollbett und unter dem Ärmel eines blauen Krankenhauskittels herauslugt, gehört Felipe Massa. Der Brasilianer, der bei Williams-Mercedes so etwas wie eine sportliche Rekonvaleszenz nach seiner Zeit als Nummer zwei bei Ferrari erlebt, hätte zum Schluss des Chaos-Grand-Prix von Montreal Sebastian Vettel noch den dritten Platz streitig machen können. Bis er auf den Force India von Sergio Perez knallte. Der Mexikaner hatte sich, so sehen es Massa und die Rennkommissare, vor der Schikane gegen die Regeln breitgemacht. Beide Rennwagen knallten in die an dieser Stelle extra gepolsterten Barrikaden, der Aufprall Massas betrug dramatische 27 G. Im Streckenhospital lagen die beiden praktischerweise nebeneinander. Da hatte der 33-Jährige jedoch den Zeigefinger erhoben: "Du musst daraus lernen", erklärte er dem neun Jahre jüngeren Gegner.

Bild: AFP 9. Juni 2014, 11:382014-06-09 11:38:59 © SZ.de