Zehn Zylinder der Formel 1 – Sebastian Vettel

Sebastian Vettel: Erst fünf Runden vor Schluss, als er noch einmal frische Reifen holen muss, bekommt Sebastian Vettel, der mit der mutigsten Strategie von allen Favoriten ins Rennen geht (vom freiwillig gewählten Startplatz neun) die erlösende Anweisung: "Und jetzt geh, fahre ein Rennen." Er macht drei Sekunden pro Runde gut, und am Schluss trennen ihn nur 0,203 Sekunden von Lewis Hamilton und dem dritten Platz. Hoch gepokert, knapp verloren. Aber richtig Spaß macht ihm die Formel 1 gerade nicht, nicht mal mehr das Fahren: "Im Moment ist das ein Scherz, wenn man das ganze Rennen nur auf die Reifen auslegt. Da ist es schwierig zu sagen, wer wie fahren kann." Bei jedem Zweikampf müsse man sich zweimal überlegen, ob es das wert ist, sich die Gummis zu ruinieren. Bleibt am Ende nur ein Trost: Auch Rang vier reicht, um die WM-Führung zu verteidigen.

Bild: Getty Images 15. April 2013, 09:562013-04-15 09:56:57 © SZ.de/hum