Die Ambitionen klingen gewaltig. Mal ist vom „zweitgrößten Multisportevent der Welt“ die Rede, mal von „Mini-Olympia“. Und mal von einem „Leuchtturm für das Renommee der Bundesrepublik bei der Ausrichtung großer Sportereignisse“, wie das Bundesinnenministerium schreibt. Von kommender Woche an finden in mehreren Städten an Rhein und Ruhr – sowie zusätzlich in Berlin – die World University Games statt, die Welthochschulspiele. Bis vor Kurzem hieß die Veranstaltung noch Universiade, salopper ausgedrückt ist es eine Art Olympia für Studierende. 8500 Athleten aus aller Welt werden erwartet, um in 18 Sportarten um Medaillen zu kämpfen. Und vor allem sollen diese elf Tage als Test und Meilenstein auf dem Weg zu einer Bewerbung um die richtigen Olympischen Sommerspiele dienen, für die sich Rhein-Ruhr, München, Hamburg und Berlin interessieren.
SportpolitikDas deutsche Mini-Olympia und der Umgang mit den Millionen
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Die World University Games sollen ein Probelauf für die deutschen Olympia-Ambitionen werden. Doch die Kosten und die Zuschüsse aus Steuergeld sind höher als geplant. Und es gibt Ärger um die Vergabe von Aufträgen.
Von Johannes Aumüller und Jonas Reese
