bedeckt München 14°

Wolfsburg im Halbfinale:Träume vom Titel

Wolfsburgs Diego im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Kickers Offenbach

Diego: Titel als Saisonretter.

(Foto: REUTERS)

Der VfL Wolfsburg gewinnt verdient in Offenbach und steht nun im Halbfinale des DFB-Pokals. Nach dem Sieg erklären die Wolfsburger, dass sie mit dem Gewinn des Pokals eine durchwachsene Saison retten könnten. Offenbach wehrt sich tapfer, verpasst aber die Sensation.

Der VfL Wolfsburg hat den Favoritenschreck Kickers Offenbach gestoppt und darf weiter vom ersten Titel seit der Meisterschaft 2009 träumen. Die Wölfe gewannen am Dienstagabend mit 2:1 (0:0) beim Außenseiter aus der 3. Liga und zogen zum fünften Mal ins Halbfinale des DFB-Pokals ein.

Die Tore von Ivica Olic (50. Minute) und Bas Dost (71.) waren vor 18 700 Zuschauern der Lohn für das ständige, aber meist ideenlose Anrennen des 15. der Fußball- Bundesliga. "Wenn es uns gelingt, den Pokal zu holen, wäre die gesamte Saison positiv", meinte der kampfstarke Diego. Sein Trainer Dieter Hecking sagte: "Wenn man so weit gekommen ist, dann will man auch den Titel holen - das ist doch klar."

Die Offenbacher wehrten sich tapfer, schafften durch Marcel Stadel (81.) noch den Anschluss, verpassten aber nach ihren Erfolgen gegen Greuther Fürth, Union Berlin und Fortuna Düsseldorf eine weitere Sensation.

Mit einem schweren Patzer vor dem ersten Gegentreffer war Torhüter Robert Wulnikowski - 2010 beim Sieg im Elfmeterschießen über den späteren Meister Borussia Dortmund noch umjubelter Held - die tragische Figur beim Pokalsieger von 1970. Durch das Aus entgeht den finanzschwachen Hessen die so dringend benötigte Millionen-Einnahme für den Halbfinaleinzug.

"Volle Kanne!" hatte Trainer Rico Schmitt als Motto ausgegeben - und der OFC hielt sich zunächst an die Maxime. Mit Anstoß stürmte das Heimteam nach vorne, nach nur neun Sekunden zielte Kapitän Mathias Fetsch freistehend aus 16 Metern zu hoch und vergab die erste Großchance.

Bei den vorigen Coups gegen Union (2:0) und Düsseldorf (2:0) hatte der Angreifer jeweils noch getroffen. Mutig und aggressiv traten die Kickers in der ersten Viertelstunde auf, gewannen viele Zweikämpfe, ließen aber drei gute Möglichkeiten ungenutzt. Nach der schwachen Anfangsphase übernahm Wolfsburg die Kontrolle, drängte den Gegner weit zurück.

Zur SZ-Startseite

Lesen Sie mehr zum Thema