VfL Wolfsburg0:4 in Stuttgart – Trainer Bauer droht das Aus

Lesezeit: 2 Min.

Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer.
Wolfsburgs Trainer Daniel Bauer. Harry Langer/dpa
  • Der VfL Wolfsburg verliert 0:4 beim VfB Stuttgart und bleibt zum siebten Mal nacheinander sieglos in der Bundesliga.
  • Stuttgart dominiert das Spiel vor 57 500 Zuschauern durch Tore von Undav, Leweling (2) und Nartey und festigt Platz vier.
  • Wolfsburg rutscht auf den vorletzten Tabellenplatz ab und Trainer Daniel Bauer droht nach der Krise das Aus.
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Die Wolfsburger Krise wird immer größer: In Stuttgart bleibt der VfL im siebten Spiel nacheinander sieglos – und hat Glück, dass die Niederlage nicht noch höher ausfällt.

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Der VfL Wolfsburg schlittert durch die Pleite beim VfB Stuttgart immer tiefer in die Krise – und Trainer Daniel Bauer droht nach dem nächsten Dämpfer das Aus. Bei der 0:4 (0:3)-Niederlage traten die Niedersachen verunsichert auf und blieben zum siebten Mal nacheinander sieglos in der Bundesliga. Angesichts der Stuttgarter Überlegenheit war der neue Tabellenvorletzte mit dem Resultat noch gut bedient. Der VfB untermauerte vor 57 500 Zuschauern dank der Treffer der beiden deutschen WM-Kandidaten Deniz Undav (21.) und Jamie Leweling (30./42.) sowie von Nikolas Nartey (90.+5) seine Europapokal-Ambitionen und beendet den 24. Spieltag als Vierter.

„Wolfsburg ist unten drin, ich dachte, dass ein bisschen mehr kommt. Aber wir haben es gut gemacht und einen souveränen Sieg geholt“, sagte Doppeltorschütze Leweling nach der Partie bei Dazn. Undav betonte: „Wir haben viel Offensivpower reingebracht. Wir waren schwer zu greifen und hätten noch mehr Tore machen können. Wir haben denen keine Chance gelassen, das war top.“

Bauer, über dessen Nachfolger bereits öffentlich spekuliert wird, bekam vor der Partie bei Dazn noch „100-prozentige Rückendeckung“ von Aufsichtsratschef Sebastian Rudolph ausgesprochen. Nach dem Auftritt dürften die Nachfragen wohl kaum weniger werden. Am Abend wurde in einem Bericht des Kicker schon über eine mögliche Rückkehr von Dieter Hecking spekuliert wird.

Von Beginn an war die VfL-Defensive beschäftigt, denn die Schwaben starteten in das 100. Bundesliga-Spiel von Trainer Sebastian Hoeneß druckvoll und erspielten sich durch Atakan Karazor und Ermedin Demirovic erste gute Möglichkeiten. Auch Chris Führich brach auf dem Flügel immer wieder durch. Die umgebaute VfB-Defensive – neben Josha Vagnoman (Oberschenkelblessur) fiel auch Abwehrchef Jeff Chabot laut Hoeneß wegen einer „kleinen Rückenproblematik“ aus – wurde selten bis gar nicht geprüft. Dabei hatte der Coach vor der „großen individuellen Klasse“ der Gäste gewarnt.

Auch ein Dreier-Wechsel in der Halbzeitpause bringt nichts

Die Hausherren zeigten sich spielfreudig, die letztlich unbedeutende 0:1-Niederlage in der Europa League gegen Celtic Glasgow hatte offenbar keine Spuren hinterlassen. Vielmehr schienen die Stuttgarter den Schwung vom Einzug ins Achtelfinale mitzunehmen, sie trafen aber auch auf herzlich wenig Gegenwehr.

Undav profitierte bei seinem 14. Saisontor davon, dass die Wolfsburger eine Führich-Hereingabe nicht klären konnten. Beim 2:0 wurde Leweling am langen Pfosten sträflich alleingelassen und beim dritten Treffer machte es Leweling sehenswert.
Gestikulierend trieb Hoeneß seine Mannschaft weiter an, während Bauer den Einbruch seiner Mannschaft versunken in seinem Sitz beobachtete. Es passte ins Bild, dass Lovro Majer allein vor VfB-Torhüter Alexander Nübel den Ball am Gehäuse vorbeischob.

Wolfsburgs Coach schickte seine Mannschaft früh wieder aus der Kabine und nahm drei Wechsel vor – unter anderem hoffte er auf frische Akzente durch Winter-Zugang Kento Shiogai. Der Japaner prüfte aus der Distanz Nübel (57.). Am Spielverlauf änderte sich dennoch kaum etwas. Die Stuttgarter dominierten, Wolfsburg lief meist hinterher und hatte auch noch Glück, dass ein Handspiel von Konstantinos Koulierakis im Strafraum nicht zu einem Elfmeter führte. In der Schlussphase kontrollierten die Gastgeber das Geschehen und verpassten zunächst weitere Tore, weil Kamil Grabara im VfL-Tor das eine oder andere Mal rettete. Aber das 0:4 konnte auch der Schlussmann nicht verhindern.

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