Wolfsburger 1:6 gegen FC Bayern Die Tore fallen plötzlich im Fünfminutentakt

Auch Guardiola wusste, dass dieser Sieg vor allem von der Bank gekommen war. Das Spiel war über eine Stunde lang nicht nach den Wünschen des Katalanen verlaufen. Die Wolfsburger hätten "einen unglaublichen Rhythmus" gespielt, lobte Guardiola. Die Bayern hatten Probleme im Aufbau, wirkten teilweise gelähmt vom Pressing des Gegners. Franck Ribéry kam überhaupt nicht zur Geltung, Toni Kroos und Arjen Robben erging es nicht viel besser.

Dann kam Thiago, Guardiolas Lieblingsschüler. Zwei schnelle Drehungen, ein Steilpass aus dem Mittelkreis in den Lauf von Thomas Müller - und das Spiel war in die richtige Richtung gelenkt. Die Wolfsburger hatten zuvor am Limit agiert, konnten dieser Tempoverschärfung nichts entgegensetzen. Die Tore fielen im Fünfminutentakt: Müller (63.), Mandzukic (66.), Ribéry (71.), abermals Müller (78.) und abermals Mandzukic (80.) zerlegten den VfL.

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Es war ein Sieg der Kaderkomposition der Münchner, das erkannte auch Guardiola. "Wir haben große, große Spieler. Das ist der große Unterschied", sagte er und widersprach damit indirekt seinem Sportdirektor Matthias Sammer. Der hatte zuvor salopp suggeriert, die anderen Teams müssten nur ein wenig besser trainieren - dann klappe das auch mit der Konkurrenzfähigkeit.

Der Auftritt der Münchner in Wolfsburg legte einen anderen Schluss nahe. Vielleicht hat Armin Veh ja doch recht. Der Frankfurter Coach hatte sich manchen Protest eingehandelt, als er ankündigte, zwei seiner besten Profis gegen die Bayern zu schonen. Weil es ja doch keinen Sinn mache, so überlegen wie die Münchner sind. Es kämen schließlich wichtigere Aufgaben, in denen es etwas zu holen gibt. "Die spielen mittlerweile in einer anderen Liga", sagte Veh.

In Wolfsburg fühlte sich am Samstagabend manch einer an Vehs Worte erinnert. Die Wolfsburger schlichen aus der Arena, gedemütigt und mit sechs Gegentoren bedacht. Womöglich hatten sie sich sogar das Torverhältnis für diese Saison endgültig ruiniert. Als Lohn dafür, dass sie im Namen der Liga den honorigen Versuch unternommen hatten, den FC Bayern zu bezwingen.


Quelle: Opta Sportdaten

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