Basketball in der WNBASabally führt ihre Mercury ins WNBA-Finale

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Satou Sabally (li.) zeigt ihren besten Basketball in diesen WNBA-Playoffs, jetzt steht sie im Finale.
Satou Sabally (li.) zeigt ihren besten Basketball in diesen WNBA-Playoffs, jetzt steht sie im Finale. (Foto: Samantha Chow/AP)

Wieder ein Comeback, wieder überragt die Berlinerin: Im entscheidenden Halbfinalspiel der US-Profiliga setzt sich Phoenix dank der deutschen Basketballerin gegen Minnesota durch – damit kann erneut eine Deutsche den Titel holen.

Ein Jahr nach ihrer kleinen Schwester Nyara kann auch Basketballerin Satou Sabally die Meisterschaft in der WNBA gewinnen – und das sogar in einer deutlich prominenteren Rolle. Die Berlinerin hat ihre Phoenix Mercury mit der nächsten herausragenden Vorstellung in die Finalserie der US-Profiliga gebracht. Deutschlands wohl beste Spielerin führte ihr Team gegen die favorisierten Minnesota Lynx trotz zwischenzeitlich 14 Punkten Rückstand zu einem 86:81 und damit in die Endspielserie. „Das ist ein Traum, der wahr wird“, sagte die 27-jährige Flügelspielerin. Sabally kam auf 21 Punkte und gab wie schon bei den beiden vorausgehenden Siegen eine starke Anführerin.

Durch den dritten Sieg im vierten Spiel ist die Best-of-Five-Serie entschieden. In den Finals, die wie bei den Männern in der NBA im Modus Best-of-Seven ausgetragen werden, treffen die Mercury ab Samstag entweder auf die Las Vegas Aces oder die Indiana Fever. Dort steht es nach dem 90:83 von Indiana im vierten Spiel der Serie jetzt 2:2. Im Moment ihres größten Erfolgs seit dem Start ihrer Amerika-Karriere dachte Satou Sabally im Interview mit dem TV-Sender ESPN an ihre Schwester: „Grüße gehen an Nyara, sie hat das zuerst geschafft.“ Sie selbst „habe so hart für diesen Traum gearbeitet, von Berlin und Gambia aus, ich repräsentiere hier internationale Gewässer.“ Als kleines Kind war sie mit ihrer Familie in die deutsche Hauptstadt gezogen, inzwischen ist Satou Sabally Nationalspielerin und eine Größe in den USA.

Dabei spielte sie schon in den vorherigen Partien der Serie in guter Form. Beim 69:82 zum Auftakt war sie noch bei lediglich zehn Punkten geblieben, zu den beiden Siegen danach aber steuerte sie erst 24 und dann 23 Zähler bei und war damit jeweils die erfolgreichste Schützin ihres Teams. „Wir werfen, wenn wir offen sind, und wir vertrauen uns“, sagte Sabally. Für die Mercury ist es die erste Teilnahme an den WNBA-Finals seit 2021. Mit einem vierten Titel würde das Team mit den Rekordhaltern der Liga gleichziehen.

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In ihrer ersten Saison bei den Mercury hat Sabally schon jetzt mehr erreicht als in den Jahren bei den Dallas Wings. Das Team aus Texas hatte sie 2020 an zweiter Stelle des WNBA-Drafts ausgewählt, früher als jede Deutsche vor ihr. Zweimal kam das Aus in der ersten Runde der Playoffs, im vergangenen Jahr beendeten dann die Las Vegas Aces alle Träume von einem Schwestern-Duell in den Finals. „Ich war schon einmal im Halbfinale und da wurden wir ohne Sieg rausgeschmissen. Das wird nie wieder passieren“, beschrieb Sabally ihre Einstellung nach der Niederlage zum Start der Serie gegen Minnesota.

Vergangenes Jahr holten Saballys jüngere Schwester Nyara sowie Leonie Fiebich mit den New York Liberty in der Finalserie gegen Las Vegas den Titel. Satou feuerte als Fan von der Tribüne aus an und freute sich riesig für ihre Schwester, die allerdings nur Ersatzspielerin war. Als es in der ersten Runde der Playoffs dieser Saison dann zum Aufeinandertreffen der Sabally-Schwestern kam, setzte sich Phoenix gegen den Titelverteidiger durch. Nyara kam nach einer Knieverletzung in den Wochen zuvor kaum zum Einsatz.

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