Basketball in der WNBASabally am Kopf verletzt und 0:3 hinten

Satou Sabally wird von ihrem Team gestützt, nachdem sie mit dem Kopf ans Knie einer Spielerin der Las Vegas Aces gestoßen war.
Satou Sabally wird von ihrem Team gestützt, nachdem sie mit dem Kopf ans Knie einer Spielerin der Las Vegas Aces gestoßen war. (Foto: Christian Petersen/Getty Images/AFP)

Bitterer Abend in den Endspielen der US-Profiliga: Die deutsche Basketballerin Satou Sabally hat einen starken Auftritt, doch dann geht sie zu Boden und kracht ans Knie einer Gegnerin – der Titelgewinn ist weit entfernt.

Gut gespielt, Kopfverletzung, dramatisch verloren: Die Berliner Basketballerin Satou Sabally, 27, hat in der US-Profiliga WNBA einen komplizierten Abend erlebt, nach dem ihr kaum noch Chancen auf ihren ersten Titelgewinn bleiben. Die deutsche Nationalspielerin unterlag mit ihren Phoenix Mercury auch im dritten Finalspiel gegen die Las Vegas Aces mit 88:90 und blickt nun in der Best-of-seven-Serie auf einen 0:3-Rückstand. Las Vegas fehlt nur noch ein Erfolg zum Triumph in der weltweit stärksten Liga.

Überschattet wurde Spiel drei von der Verletzung Saballys, die im Schlussviertel beim Kampf um den Rebound mit einer gegnerischen Spielerin zusammenstieß und minutenlang auf dem Feld behandelt werden musste. „Sie war nicht in der Kabine eben und ich habe noch nichts gehört“, sagte Mercury-Trainer Nate Tibbetts auf der Pressekonferenz über Saballys Sturz gegen das Knie von Kierstan Bell. Zum Zeitpunkt der Verletzung, mutmaßlich eine Gehirnerschütterung, lag Sabally rund viereinhalb Minuten vor dem Ende bei erneut beachtlichen 24 Punkten.

Matchwinnerin für Las Vegas war einmal mehr die herausragende Centerspielerin A’ja Wilson. Sie entschied mit den letzten ihrer insgesamt 34 Punkte 0,3 Sekunden vor dem Ende die Partie, zudem kam sie auf 14 Rebounds. Die Aces können ihren dritten Titel binnen vier Jahren nach 2022 und 2023 jetzt schon in Spiel vier am frühen Samstagmorgen (deutsche Zeit) klarmachen. Ob Sabally, die vor der Saison von den Dallas Wings zu den Mercury gewechselt war, dabei sein kann, ist ungewiss.

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Von Jonas Beckenkamp

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