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WM-Ticker:Saudi-Arabiens Flugzeug brennt

WM 2018 - Training Saudi Arabien

Saudi-Arabiens Nationalmannschaft ist inzwischen sicher in Rostow am Don angekommen.

(Foto: dpa)

Ein Triebwerk fängt Feuer, die Maschine kann aber trotzdem sicher landen. Im Spiel zwischen England und Tunesien summt es. Bierhoff warnt vor zu großer Aufregung.

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Saudi-Arabien: Die Fußball-Nationalmannschaft Saudi-Arabiens ist nach einem Feuer an Bord des Team-Flugzeugs sicher am nächsten WM-Spielort in Rostow am Don angekommen. Am rechten Triebwerk der Maschine vom Typ Airbus A319-100 kam es nach einem technischen Defekt im Landeanflug zu einem Brand, berichteten die russischen Agenturen. Das Flugzeug sei dennoch sicher gelandet, die automatischen Feuerlöschsysteme seien nicht aktiviert worden. Die Passagiere hätten die Maschine "normal" über die Treppen verlassen. Der Verband Saudi-Arabiens teilte am Montagabend via Twitter mit, dass "alle Spieler in Sicherheit sind" und sich bereits in der gemeinsamen Teamunterkunft befinden. Bei dem Brand habe es sich um einen Unfall gehandelt. Nach dem 0:5 im Auftaktspiel gegen Gastgeber Russland trifft Saudi-Arabien am Mittwoch in Rostow am Don auf Uruguay.

England: Mit den hartnäckigen Mücken in Wolgograd hatten auch die "Three Lions" um Harry Kane zu kämpfen. "Da waren eine Menge mehr von ihnen, als wir dachten. Wir haben eine Menge Mückenspray eingesetzt, vor dem Spiel und in der Halbzeit, was wichtig war", sagte der Kapitän der englischen Fußball-Nationalmannschaft nach dem 2:1 (1:1) am Montagabend gegen Außenseiter Tunesien. "Einige waren in deinen Augen und in deinem Mund." Schon beim Aufwärmen in der Wolgograd-Arena griffen die "Three Lions" großzügig zum Zerstäuber. Ob Kane, Raheem Sterling oder Jesse Lingard - sie alle versuchten wedelnd, die stechenden Insekten zu verscheuchen. "Das hat schon ziemlich genervt, es war aber für beide Mannschaften gleich. Damit muss man klarkommen", sagte Ashley Young.

Bereits im Vorfeld der WM hatten Behörden einer russischen Zeitung zufolge die Gegend rund um die Millionenstadt mit Insektenspray bearbeitet. Deshalb seien die Tierchen, die in den Sommermonaten in der Region nicht unüblich sind, in das Stadtzentrum geflüchtet. Damit hatten Fans und eben auch Spieler ihre Mühe und Not. Während der Partie lag der Fokus aber auf dem Geschehen mit dem Ball. "Ich habe die Mücken gar nicht mitbekommen, weil ich so auf das Spiel konzentriert war", versicherte Tunesiens Coach Nabil Maaloul.

Deutschland: Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff hat vor zu großer Aufregung und Hektik vor dem zweiten WM-Gruppenspiel gegen Schweden gewarnt. "Die Kunst liegt jetzt auch darin, Ruhe zu bewahren", erklärte der DFB-Direktor in der ARD. Ruhe heiße aber nicht Zurücklehnen und Gelassenheit und zu glauben, dass wir als Weltmeister eben das zweite Spiel gewinnen", ergänzte Bierhoff. "Das ist absolut keine Selbstverständlichkeit." Nach der 0:1-Auftaktniederlage gegen Mexiko muss Deutschland bei der Fußball-WM in Russland am Samstag in Sotschi unbedingt punkten, um nicht vorzeitig aus dem Turnier auszuscheiden. "Wir haben gesagt: Jetzt müssen wir es angehen. Wir haben es im ersten Spiel verbockt, aber haben es selbst noch in der Hand", sagte Bierhoff und berichtete von vielen Diskussionen im DFB-Quartier. "Es ist gut, dass diese Unzufriedenheit da ist. Dass die Spieler untereinander diskutieren. Sie diskutieren auch mit uns, mit den Trainern natürlich." Dabei gehe es um personelle Themen, taktische Themen und Einstellungsthemen. "Es ist am Ende ein Gemisch", sagte der Manager.

Deutschland: Die deutschen Schiedsrichter Bastian Dankert und Felix Zwayer sind bei der Fußball-WM im Video-Assistententeam für das Vorrundenspiel Kolumbien gegen Japan im Einsatz. Als Chef-Videoschiedsrichter in der heutigen Partie (14.00 Uhr/ZDF) in Saransk agiert der Niederländer Danny Makkelie. Referee auf dem Platz ist Damir Skomina aus Slowenien. Zwayer und Dankert sind in Russland damit bereits das vierte Mal aktiv. Der Münchner Schiedsrichter Felix Brych kam hingegen in der ersten Turnier-Woche als Spielleiter auf dem Rasen noch nicht zum Zuge.

© SZ.de/sid/dpa/dsz

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