Ronaldo in der WM-Qualifikation:Zweifel an Zeus

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Kann er es noch? Cristiano Ronaldo beim Training mit dem Nationalteam. (Foto: Pedro Nunes/Reuters)

Portugal rätselt über Cristiano Ronaldo und fragt sich, welche Version des Stürmers am Donnerstag gegen die Türkei auflaufen wird: Der CR7, der an seine besten Tage erinnert? Oder der Cristiano, dessen Zeit sich dem Ende zuneigt?

Von Javier Cáceres, Porto

Vor knapp zwei Wochen nahm Portugal Notiz von einer Nachricht, die als so bedeutsam empfunden wurde, dass sie das Politmagazin Sábado auf zwei Hochglanzseiten verhandelte. "Ronaldos Tor-Vene" pumpe wieder, hieß es, weil der Stürmer zum 3:2-Sieg von Manchester United gegen Tottenham Hotspur alle drei Tore beigesteuert hatte. Auch das Wochenblatt Expresso atmete nach dem Hattrick auf: "Uns bleibt immer noch Cristiano." Es folgte jedoch eine bittere Pointe: Im Champions-League-Duell mit Atlético Madrid drei Tage später schied United nicht nur aus, Ronaldo erlebte auch noch einen Abend ohne einen einzigen Torschuss - und stürzte Portugal in einen abgrundtiefen Zweifel. Just vor dem vorerst wichtigsten Länderspiel des Jahres.

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