Die Frage, ob die deutsche Eishockey-Nationalmannschaft zum Auftakt der Weltmeisterschaft in Dänemark und Schweden auf NHL-Profi Tim Stützle zurückgreifen kann, blieb auch am Freitag, einen Tag vor dem Auftaktspiel gegen Aufsteiger Ungarn (16.20 Uhr/Pro7, Magentasport), unbeantwortet. Der Stürmer ist mit den Ottawa Senators aus den Playoffs der nordamerikanischen Profiliga ausgeschieden und hatte seine Bereitschaft erklärt, in Herning den deutschen Kader zu verstärken. Dort angekommen war er aber am Freitagnachmittag noch nicht. Der Deutsche Eishockey-Bund (DEB) hatte erst 17 von 25 möglichen Profis lizenzieren lassen.
Siege gegen Ungarn und am Sonntag (ebenfalls 16.20 Uhr) gegen Kasachstan sind Pflicht, wenn die Mannschaft von Eishockey-Bundestrainer Harold Kreis zum sechsten Mal nacheinander in das Viertelfinale einer WM einziehen will. „Wenn wir solche Spiele nicht gewinnen, wird es schwer mit dem Viertelfinale“, sagte Kapitän Moritz Seider vor der Partie gegen Ungarn. Neben dem Verteidiger der Detroit Red Wings könnte die DEB-Auswahl Verstärkung in der Offensive gut gebrauchen. Die weiteren Gruppengegner sind Norwegen, die Schweiz, Team USA, Weltmeister Tschechien und Gastgeber Dänemark.
Stützle, 23, neben Leon Draisaitl von den Edmonton Oilers der beste deutsche Stürmer in der NHL, war zuletzt angeschlagen. Ottawa wird eine WM-Freigabe nur dann erteilen, wenn Stützle hundertprozentig fit ist, zumal sich der Spitzenstürmer bei seiner bislang einzigen WM-Teilnahme 2022 im dritten Spiel verletzt hatte. Und so hieß es auch am Freitag vom DEB zur Personalie Stützle: „Es gibt nichts Neues.“
