Tischtennis-Frauen werden WM-Dritte„Alles gegeben“

Lesezeit: 1 Min.

„Um jeden Punkt gekämpft“: Sabine Winter muss sich im WM-Halbfinale Mina Hayata aus Japan geschlagen geben.
„Um jeden Punkt gekämpft“: Sabine Winter muss sich im WM-Halbfinale Mina Hayata aus Japan geschlagen geben. Jon Super/AP/dpa

Das Tischtennis-Nationalteam der Frauen verliert gegen Japan, sichert sich in London aber WM-Bronze. Bundestrainerin Tamara Boros will das Niveau bis Olympia 2028 weiter steigern.

SZ bei Google bevorzugen

Die deutschen Tischtennisspielerinnen haben das Endspiel der Team-Weltmeisterschaften in London verpasst. Sabine Winter, Ying Han und Nina Mittelham verloren im Halbfinale 0:3 gegen den WM- und Olympiazweiten Japan. Eine Medaille hatten die Europameisterinnen von 2025 schon vor diesem Spiel sicher. Bei großen Tischtennisturnieren wird Bronze an beide Halbfinal-Verlierer vergeben.

„Okay, wir haben 0:3 verloren. Aber wir haben wirklich alles gegeben und um jeden Punkt gekämpft“, sagte Bundestrainerin Tamara Boros. Sie sei stolz auf ihr Team, die Medaille ein schöner Erfolg. Ihre Auswahl habe lediglich gegen Japan verloren, betonte Boros: „Momentan sind sie noch besser als wir. Aber wir arbeiten weiter und versuchen, bis Olympia noch besser zu sein. Ich denke, wir können das schaffen.“

Sabine Winter führt 2:0 und verliert 2:3

Anders als bei der 1:3-Vorrundenniederlage gegen Japan stellte Boros diesmal die 43-jährige Ying Han auf die Position eins. Die erfahrene Abwehrspezialistin verlor gegen die japanische Topspielerin Miwa Harimoto knapp in 1:3 Sätzen.

Entscheidend war die anschließende Niederlage der aktuell besten deutschen Spielerin Sabine Winter. Die Weltranglistenneunte führte gegen die Olympiadritte Hina Hayata bereits mit 2:0 Sätzen, verlor aber noch 2:3. Bei diesem Rückstand wurde es auch für Nina Mittelham schwer. Die 29-Jährige unterlag Honoka Hashimoto mit 0:3.

„Wir sind traurig, dass wir uns nicht mit dem Finale belohnen konnten, die Japanerinnen waren einfach zu stark“, sagte Junioren-Weltmeisterin Annett Kaufmann, die am letzten Tag in der Arena in Wembley nicht mehr zum Einsatz kam: „Wir hatten unsere Chancen, aber sie waren taktisch und spielerisch sehr gut.“

Im Finale lieferten die Japanerinnen den Chinesinnen dann einen harten Kampf, unterlagen aber letztlich knapp. Chinas Team um die Weltranglistenerste Sun Yingsha kam nach zweimaligem Rückstand zu einem 3:2-Zittersieg und feierte sein siebtes WM-Gold in Serie. Die Japanerinnen hingegen müssen weiter auf ihren ersten WM-Triumph seit 1971 warten. Letzter Titelträger vor Chinas laufender Siegesserie war Singapur 2010 in Moskau.

© SZ/dpa/sid - Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.
Zur SZ-Startseite

Tischtennis
:„Es gibt schon Leute, die sagen, das ist ein zerstörendes Spiel“

Mit 33 Jahren hat Sabine Winter sich neu erfunden und ist in die Top Ten der Tischtenniswelt gestürmt. Vor der Team-WM erklärt sie ihren riskanten Stilwechsel – und verrät, was sie mit dem ganzen Preisgeld macht.

SZ PlusInterview von Ulrich Hartmann

Lesen Sie mehr zum Thema

  • Medizin, Gesundheit & Soziales
  • Tech. Entwicklung & Konstruktion
  • Consulting & Beratung
  • Marketing, PR & Werbung
  • Fahrzeugbau & Zulieferer
  • IT/TK Softwareentwicklung
  • Tech. Management & Projektplanung
  • Vertrieb, Verkauf & Handel
  • Forschung & Entwicklung
Jetzt entdecken

Exklusive Gutscheine für SZ-Abonnenten: