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WM in Südkorea:Peaty schwimmt schon im Halbfinale Weltrekord

Gwangju 2019 FINA World Championships: Swimming - Day 1

Um 22 Hundertstelsekunden hat Adam Peaty am Sonntag seine eigene Bestzeit unterboten.

(Foto: Getty Images)

Der Brite unterbietet damit seine eigene alte Bestmarke. Zlatan Ibrahimovic trifft und klopft Sprüche. Der BVB gewinnt das Testspiel gegen Liverpool.

Schwimmen, Südkorea: Brustschwimm-Star Adam Peaty hat den ersten Weltrekord bei der Schwimm-WM in Südkorea aufgestellt. Der 24 Jahre alte Brite schlug am Sonntag in Gwangju im Halbfinale über 100 Meter Brust nach 56,88 Sekunden Minuten an. Der Olympiasieger unterbot damit seine eigene alte Bestmarke von den European Championships im vergangenen Jahr in Glasgow um 22 Hundertstelsekunden.

Indes wurde bekannt gegeben, dass die Schwimm-Weltmeisterschaften 2025 in Kasan/Russland und 2027 in Budapest/Ungarn stattfinden. Kasan war bereits im Jahr 2015 Gastgeber, Budapest 2017. Schon länger steht fest, dass die beiden kommenden Weltmeisterschaften in Fukuoka/Japan (2021) und Doha/Katar (2023) ausgetragen werden. Gegen Kasan und Budapest scheiterten die Mitbewerber Belgrad/Serbien, Greensboro/USA, Guangzhou/China und Kiew/Ukraine.

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Fußball, USA: Zlatan Ibrahimovic hat es nach seinem zweiten Hattrick in der nordamerikanischen Major League Soccer an großen Sprüchen nicht fehlen lassen. "I am LA", twitterte der schwedische Fußball-Exzentriker einen Tag nach dem 3:2-Erfolg seines Clubs LA Galaxy im Derby gegen den FC Los Angeles am Freitag (Ortszeit). Nach seinen drei Toren mit Links, Rechts und dem Kopf hatte Ibrahimovic kokettiert. "Ich habe es gut gemacht heute, glaube ich", sagte der Stürmer laut "Los Angeles Times". Sehr viel selbstbewusster hatte sich der ehemalige Nationalspieler, der sich selbst als besten Spieler der Liga bezeichnet, vor der Begegnung tituliert. Er fühle sich in der MLS "wie ein Ferrari unter lauter Fiats". Den Vergleich münzte Ibrahimovic auch auf den mexikanischen Torjäger Carlos Vela, der die beiden Treffer für den FC Los Angeles erzielt hatte. Der Mexikaner reagierte gelassen und verwies auf die Statistiken. Dort liegt der 30-Jährige mit 21 Toren in 20 Einsätzen an der Spitze vor Ibrahimovic, dem in 17 Spielen lediglich 16 Treffer gelangen.

Fußball, Bastian Schweinsteiger: Zum vierten Mal in Folge sind der Ex-Fußball-Weltmeister und die Chicago Fire in der nordamerikanischen Major League Soccer nicht als Sieger vom Feld gegangen. Am Samstag (Ortszeit) unterlag das Team aus Illinois mit 0:2 (0:1) bei Philadelphia Union und kassierte damit die zehnte Niederlage in dieser Saison. Chicago liegt mit 23 Punkten auf dem zehnten Platz in der Eastern Conference und damit außerhalb der Playoff-Ränge. Die Hausherren stehen im Osten ganz oben. Der Ex-Frankfurter Marco Fabián brachte Philadelphia nach elf Minuten mit einem Distanzschuss in Führung. In der zweiten Halbzeit sorgte dann der eingewechselte Anthony Fontana vor 17471 Zuschauern für die Entscheidung (65.). Chicagos Diego Campos vergab die beste Möglichkeit, als er mit seinem Schuss an der Latte scheiterte.

Boxen: Der philippinische Box-Weltmeister Manny Pacquiao (40) hat den Kampf um den WBA-Titel im Weltergewicht gegen Superchampion Keith Thurman (30) aus den USA nach Punkten gewonnen. Pacquiao schickte seinen zehn Jahre jüngeren Gegner in Las Vegas bereits in der ersten Runde auf die Bretter und entschied den Kampf nach zwölf Runden für sich. Zwei Richter sahen Pacquiao mit 115:112 vorn, der dritte entschied sich mit 114:113 für Thurman. Für den US-Amerikaner war es die erste Niederlage in seiner Karriere, zuvor hatte er 29 Kämpfe gewonnen. Pacquiao, als einziger Boxer Weltmeister in sieben anerkannten Gewichtsklassen, gewann von 71 Profikämpfen 62, 39 durch K.o. Zuletzt hatte Pacquiao seine Fans bei Twitter über den nächsten Gegner abstimmen lassen. Die Wahl fiel auf den alten Widersacher Floyd Mayweather junior, doch daraus wird nichts. 2015 verlor der "Pacman" gegen "Money" Mayweather den höchstdotierten Boxkampf der Geschichte. Der US-Amerikaner Mayweather kassierte rund 150 Millionen, Pacquiao 100 Millionen Dollar Gage.

Fußball, BVB: Beim Wiedersehen mit seinem Meistertrainer Jürgen Klopp hat Borussia Dortmund seine US-Marketingtour eindrucksvoll abgeschlossen. Der deutsche Vize-Meister bezwang den Champions-League-Sieger FC Liverpool im Notre Dame Stadium von South Bend/Indiana am Freitagabend Ortszeit mit 3:2 (1:1) und präsentierte sich dabei mehr als 40.000 Zuschauern in guter Form. Paco Alcacer (3.), Thomas Delaney (52.) und Jacob Bruun Larsen (58.) trafen bei Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit für den BVB, dessen Trainer Lucien Favre in der Halbzeit neunmal wechselte. Nur Rückkehrer Mats Hummels und Torhüter Marwin Hitz spielten daher mehr als 45 Minuten, Star-Zugang Julian Brandt hatte wie der erst 16-Jährige Giovanni Reyna in der Startelf gestanden. Die Tore der Reds erzielten Harry Wilson (35.) und Rhian Brewster (75./Foulelfmeter). Die Dortmunder hatten auf ihrem Amerika-Kurztrip zuvor bereits den MLS-Klub Seattle Sounders 3:1 geschlagen.

"Das war heute ein Härtetest aufgrund der Zeitverschiebung, der Flüge, die wir hatten - das ist eine Charaktersache, da gehört Willensstärke dazu", sagte Nationalspieler Marco Reus nach dem Duell mit Liverpool zufrieden: "Die Aufgabe haben wir mit Bravour bestanden." Die Balance zwischen Vermarktung und Vorbereitung sei "schwierig, ganz klar - fürs Trainerteam und für die Spieler. Man benötigt die Regeneration, die hat man aufgrund der vielen Marketingtermine nicht gehabt." Seinen Feinschliff für die kommende Bundesliga-Saison wird sich der BVB in der Schweiz im Trainingslager in Bad Ragaz (27. Juli bis 2. August) holen.

Tennis: Deutschlands Tennis-Topspieler Alexander Zverev (22) hat rund zwei Wochen nach seinem Erstrunden-Aus in Wimbledon Kritik an seinem Trainer Ivan Lendl geübt. "Manchmal gehen wir auf den Tennisplatz, du trainierst zwei Stunden lang, und eine halbe Stunde davon steht er mit dem Rücken zu mir und erzählt, wie er am Morgen davor Golf gespielt hat", sagte Zverev in Hamburg.

Zudem berichtete er davon, dass Lendl einen neuen Hund habe und diesem derzeit viel Zeit widme. Nach Wimbledon habe es ein klärendes Gespräch gegeben. "Wir haben darüber gesprochen, und ich habe ihm gesagt, dass er seinen Fokus mehr auf Tennis konzentrieren soll." Beim Turnier am Rothenbaum in Hamburg ab dem 20. Juli wird Zverev von seinem Vater Alexander senior betreut.

Zverev deutete bei dem Pressegespräch auch ein baldiges Ende des belastenden Konflikts mit Ex-Manager Patricio Apey an. "Ich bin viel weiter. Es wird in den nächsten paar Tagen alles noch klarer. Ich bin froh, dass sich das so langsam aufklärt und ich mich komplett wieder auf Tennis konzentrieren kann", sagte der Weltranglistenfünfte. Nach dem Wimbledon-Aus hatte der gebürtige Hamburger offen eingeräumt, dass ihn der schwelende Rechtsstreit mit Apey stark belastet.

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