WM 2011: Erfolgreiche Generalprobe Speedcell ist nicht enttäuscht worden

Solch deutsche Not in der eigenen Abwehr war schon beinahe ein bisschen wohltuend, denn die vorherigen Tests waren Neids Mädchen fast schon zu leicht von den Füßen gegangen. Sie beherrschten im weiteren Verlauf dann jedoch wie erwartet auch die zunehmend zurückgezogenen Norwegerinnen, immerhin zum erweiterten Favoritenkreis der WM zählend, und versäumten bloß eine bessere Verwertung ihrer Chancen.

"Ich liebe es, im Regen zu spielen": Die leicht durchnässte, zweifache Torschützin Alexandra Popp beim Länderspiel in Mainz.

(Foto: dpa)

Mit Bajramaj, Behringer und Popp für die Offensive sollte dieser Mangel nach der Pause behoben werden, doch die Norwegerinnen rückten zunächst wieder ein bisschen auf, ließen weniger Chacen zu und kamen ihrerseits zu Möglicheiten, die ihnen sogar einen Sieg hätten erlauben können.

Doch sie wurden vom späten Feuerwerk der nimmermüden deutschen Mannschaft überrascht. Simone Laudehr (79.) und zwei Mal Alexandra Popp (80. und 82.) machten den vierten Zu-Null-Sieg im vierten Vorbereitungsspiel perfekt. Für Popp waren es im vierten nur zur Hälfte absolvierten Testspiel bereits die Treffer vier und fünf.

"Wir ziehen unser Spiel durch und werden dann auch irgendwann belohnt", freute sich die Kapitänin Birgit Prinz über die fantastischen Konditionswerte der latent kreativen deutschen Mannschaft. Mit dem plötzlichen strömenden Regen hatten die deutschen Spielerinnen zum Endspurt angesetzt und damit nicht nur die 13000 Zuschauer in Mainz begeistert, sondern auch den WM-Ball. Speedcell ist wieder einmal nicht enttäuscht worden.