WM-Finale Furiose Dänen

Der Co-Gastgeber ist auch der neue Weltmeister: Dänemarks Handballer haben zum ersten Mal den WM-Titel gewonnen. Im Finale besiegten sie Norwegen 31:22 (18:11). Die Trophäe überreichte ein Ehrengast.

Dänemarks Handballer haben am Sonntag zum ersten Mal den WM-Titel gewonnen, im Finale vor heimischem Publikum in Herning besiegten sie Norwegen 31:22 (18:11). Die Trophäe bekamen sie von Kronprinz Frederik überreicht. Norwegens Männer bekamen wie schon 2017 in Frankreich die Silbermedaille, auch damals verloren sie im Finale gegen den Gastgeber.

Die Dänen, Co-Gastgeber der WM zusammen mit Deutschland, waren schon zweimal Europameister (2008, 2012) und einmal Olympiasieger (2016), aber noch nie Weltmeister. Drei verlorene Finals trüben ihre Bilanz, 1967, 2011, 2013; in Herning hatten sie außerdem schon das EM-Endspiel 2014 verloren, 32:41 gegen Frankreich. Am Sonntag spürte man von Beginn an, dass sie alle diese Makel tilgen wollten. Aufgepeitscht von 15 000 Zuschauern begannen sie furios und hatten früh einen beruhigenden Abstand hergestellt.

Rückraumspieler Mikkel Hansen war mit sieben Treffern der beste Schütze des Finales und mit 72 Toren auch der erfolgreichste des gesamten Turniers. Zudem setzte er immer wieder seine Nebenleute ein, die in der Bundesliga tätigen Morten Olsen (Hannover/fünf Tore) sowie Rasmus Lauge (Flensburg) und Mads Mensah (Rhein-Neckar Löwen/jeweils vier).