Fußball-WM 2026Tickets fürs WM-Finale? Das wird teuer!

Im MetLife Stadium in New Jersey findet das WM-Finale statt.
Im MetLife Stadium in New Jersey findet das WM-Finale statt. OMar Aziz/ Reuters

Die Fifa bringt letzte Tickets in den Verkauf, zu üppigen Preisen. Die DFB-Spitze reist für Gespräche mit Jürgen Klopp nach New York.

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Wichtige Updates
Sadio Mané beendet wohl seine Karriere in der Nationalmannschaft 
Bundestrainer als Red-Bull-Botschafter? Fanbündnis warnt vor „Kniefall vor dem Kapital“
Fall Balogun: Belgiens Coach ist unbesorgt wegen Stimmung
England bangt gegen Norwegen um Einsatz von Guehi und Rice
Frankreich erreicht im Vorbeigehen das Halbfinale – das war die Nacht

So teuer sind die Karten fürs WM-Finale

Ein Ticket fürs WM-Finale? Unmöglich ist das eine gute Woche vor dem Endspiel im MetLife Stadium in East Rutherford/New Jersey längst nicht. Aber wer wirklich sehen will, wer Fußball-Weltmeister beim Turnier in den USA, Kanada und Mexiko wird, muss dafür tief in die Tasche greifen. Die Fifa hatte am Freitag fast 1200 Tickets der Kategorie 2 zum Preis von jeweils 7380 US-Dollar (etwa 6450 Euro) für das Endspiel am 19. Juli im Angebot.

Wie Nachrichtenagentur AP berichtet, standen auf der Last-Minute-Ticketverkaufsseite der Fifa, auf der das Spiel zeitweise als ausverkauft gelistet war, 1178 Plätze in fünf Blöcken des Oberrangs entlang der Seitenlinien zur Verfügung. Der Weltverband verkaufte außerdem 68 Tickets der Kategorie 1 in den vorderen Reihen des Unterrangs – und das zu Preisen zwischen 19 995 und 32 970 US-Dollar. Wer noch mehr für sein teures Vergnügen ausgeben wollte, konnte in speziellen Lounge-Bereichen einen Platz für 34 500 oder 32 500 Dollar kaufen, inklusive Speisen und Getränke. 

DFB-Spitze reist nach New York für Gespräche mit Klopp

DFB-Präsident Bernd Neuendorf und sein Stellvertreter Hans-Joachim Watzke sind zu den Vertragsgesprächen mit Bundestrainer-Kandidat Jürgen Klopp in die USA aufgebrochen. Nach dpa-Informationen machten sich die Funktionäre wie geplant auf den Weg nach New York, wo die Details zum avisierten Engagement des 59-Jährigen als Nachfolger von Julian Nagelsmann stattfinden sollen. Am frühen Freitagnachmittag Ortszeit sollen Neuendorf und Watzke eintreffen. 

In die deutsche Nacht hinein könnten Gespräche schon beginnen. Der einstige BVB-Erfolgscoach Klopp hatte in den vergangenen Tagen mehrfach seine Bereitschaft signalisiert, das Amt zu übernehmen. Geklärt werden muss unter anderem noch, die Auflösung von Klopps bis 2029 datiertem Vertrag als Head of Global Soccer beim Getränkekonzern Red Bull. Hierzu soll es nach den DFB-Gesprächen weitere Verhandlungen in New York mit Geschäftsführer Oliver Mintzlaff geben. 

Dem Vernehmen nach sind alle Parteien an einer Lösung interessiert. Die ersten Länderspiele als Bundestrainer stünden für Klopp im September und Oktober an, wenn die Nationalmannschaft mit vier Partien innerhalb von zehn Tagen in den Niederlanden, gegen Serbien und zweimal gegen Griechenland in die Nations League startet. 

Manzambi fehlt der Schweiz gegen Argentinien

Die Schweiz muss im WM-Viertelfinale gegen Titelverteidiger Argentinien auf den verletzten Johan Manzambi verzichten. „Johan kann morgen leider nicht spielen. Wir haben es versucht, Johan fit zu bekommen, aber das lässt es noch nicht zu“, sagte Trainer Murat Yakin vor dem Spiel in der deutschen Nacht zu Sonntag (3 Uhr MESZ/MagentaTV) in Kansas City. 

Manzambi hatte das Training am Tag vor dem Achtelfinale gegen Kolumbien wegen einer Knieprellung abbrechen müssen und fehlte beim Erfolg im Elfmeterschießen. Der 20 Jahre alte Offensivspieler hat bei diesem Turnier drei Treffer erzielt. Mit seiner Torgefahr und Schnelligkeit wäre er beim Umschaltspiel, das gegen Argentinien besonders wichtig werden dürfte, ein Schlüsselspieler gewesen.

„Das schmerzt extrem“, sagte Yakin, er sprach auch von einem „Schockmoment“. Manzambi steht Medienberichten zufolge vor einem Wechsel vom SC Freiburg zu Newcastle United für 60 Millionen Euro Ablöse. 

Maskottchen zum Vergessen

Diese WM hat ganz wunderbare Momente bereitgehalten, aber auch einige Enttäuschungen: deutsche Spieler, die schattengleich über den Platz schleichen; Portugiesen, die nur den Weg zu Ronaldo suchen und dabei vergessen, den Finalpfad einzuschlagen; Rotsperren, die nichts mehr wert sind.

Und: die offiziellen Maskottchen Zayu, Maple und Clutch. Maskottchen sollten Charisma haben, schreibt unser Autor Holger Gertz über das Trio, aber „sie sehen eher aus wie verkleidete Platzwarte, die darüber nachdenken, wann sie das nächste Mal die Seitenlinien nachkreiden sollen“. 

Lesen Sie hier, warum Zayu, Maple und Clutch nicht begeistern konnten – schon gar nicht einen peruanischen Drogenhändler. 

Ägypter daheim begeistert empfangen

Die Fans empfingen Mohamed Salah & Co. nach dem Frust-Aus in der ägyptischen Heimat begeistert. Doch der Kapitän seiner Mannschaft weiß, dass der umstrittene K.o. gegen Weltmeister Argentinien im Achtelfinale (2:3) noch schmerzen wird. „Ich weiß, dass ihr immer noch sauer seid, aber ich verspreche euch, dass ich alles tun werde, was in meiner Macht steht, um sicherzustellen, dass das ein neuer Anfang für den ägyptischen Fußball auf der internationalen Bühne wird“, schrieb der langjährige Stürmer des FC Liverpool, dessen Vertrag ausgelaufen ist, an die Fans in den sozialen Medien.  „Dieses Team verdient euer Vertrauen.“ 

Salah (34) und der ägyptische Tross kamen am Freitag am Flughafen El-Alamein, westlich von Alexandria, wieder in der Heimat an. Der Verband hat wegen des WM-Aus Beschwerde gegen den französischen Referee François Letexier und dessen Assistenten eingereicht. Nach Ansicht des Verbandschefs Hany Abo Rida unterliefen den Schiedsrichtern eklatante Fehler, er monierte auch eine Doppelmoral. 

Ägyptens Nationaltrainer Hossam Hassan war unmittelbar nach dem Aus außer sich gewesen. „Uns ist Unrecht widerfahren“, schimpfte er. Seiner Meinung nach habe „die argentinische Seite Druck auf den Schiedsrichter ausgeübt“. Er kündigte an, die weitere WM zu boykottieren.

Sadio Mané beendet wohl seine Karriere in der Nationalmannschaft 

Nach dem Aus im Sechzehntelfinale bei der Fußball-WM ist Sadio Mané Medienberichten zufolge aus der senegalesischen Nationalmannschaft zurückgetreten. Unter anderem zitierte die senegalesische Zeitung Le Quotidien aus einem Abschiedsbrief des ehemaligen Profis vom FC Bayern München. „Ihr sollt wissen, dass ich für diese Flagge alles geopfert habe. Ich habe mein Bestes gegeben und stets mit aller Kraft für unser Vaterland gekämpft“, schrieb der 34-Jährige und bedankte sich bei allen, die ihm in seiner Karriere beigestanden haben: „Eure beständige Unterstützung war der Motor meines Erfolgs.“ 

Mané teilte mit, weiter für Senegals Fußball arbeiten zu wollen. „Ich werde meine Erfahrung gerne in den Dienst der Nation stellen, sei es im Trainerstab, auf der Trainerbank oder in den Führungsgremien“, meinte er. Aktuell steht Mané noch bei Al-Nassr FC in Saudi-Arabien unter Vertrag. Der Stürmer, der in der Saison 2022/2023 für den FC Bayern aufgelaufen ist, war bei der WM mit Senegal im Sechzehntelfinale mit 3:2 nach Verlängerung gegen Belgien ausgeschieden. Für Mané war es das 130. Länderspiel gewesen. Insgesamt schoss er 54 Tore.
Lorenz Zeck

Verein will WM-Einsatz von Belgiens Verteidiger verhindern

Nach einem Streit mit Sporting Lissabon muss die belgische Fußball-Nationalmannschaft offenbar auch im heutigen WM-Viertelfinale gegen Spanien auf Verteidiger Zeno Debast verzichten. Medien zitierten übereinstimmend aus einer Mitteilung des belgischen Fußballverbands RBFA. Demnach hält der portugiesische Erstligist aus Lissabon seinen 22 Jahre alten Spieler „aus medizinischer Sicht nicht für spielfähig“. Diese Einschätzung weiche „von der des medizinischen Stabs“ der belgischen Nationalmannschaft sowie „der medizinischen und versicherungstechnischen Stellen der Fifa" ab.
Debast war wichtiger Bestandteil der belgischen Mannschaft während der WM-Qualifikation. Er verletzte sich aber vor der Endrunde am Bein und sollte im Laufe des Turniers wieder fit werden. Bei der WM hat Debast aber noch keinen Einsatz absolviert. Dem zur New York Times gehörenden Sportmedium The Athletic zufolge soll vor dem Viertelfinale gegen Spanien aber noch ein Treffen in Los Angeles zwischen Vereins- und Verbandsvertretern stattfinden, um die Situation um den 26-fachen Nationalspieler zu beurteilen.

Bundestrainer als Red-Bull-Botschafter? Fanbündnis warnt vor „Kniefall vor dem Kapital“

Das Fanbündnis „Unsere Kurve“ kritisiert die Personalie Jürgen Klopp aufgrund dessen Nähe zu Red Bull. Sollte sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) „auf den kolportierten Deal“ mit dem Brausekonzern einlassen, der Klopp angeblich auch im Bundestrainer-Amt als Werbepartner halten will, wäre dies „ein weiterer Kniefall vor dem Kapital“, sagte Sprecher Thomas Kessen dem Sport-Informations-Dienst (SID).

Als Vertretung der Interessen von Fußballfans und Vereinsmitgliedern erlaube sich „Unsere Kurve“ keine Beurteilung „der sportlichen Dimension dieser Personalie“, fügte Kessen an. „Sehr wohl sehen wir aber eine Dissonanz rund um die Wahrnehmung der öffentlichen Person Jürgen Klopp.“ Wer sich „in Mainz und Dortmund bodenständig gab und selbst in Liverpool noch als 'the normal one' vorstellte“, der passe nicht zum „Feind des Volkssports Fußball“.

Red Bull gleich zum Feind zu erklären – so weit geht der Leiter des SZ-Sportressorts nicht. Aber auch Claudio Catuogno sieht den sich anbahnenden Deal zwischen DFB und Brausekonzern kritisch:

Fall Balogun: Belgiens Coach ist unbesorgt wegen Stimmung

Vor dem Viertelfinale gegen Europameister Spanien macht sich Belgiens Trainer Rudi Garcia nach eigenen Worten keine Sorgen wegen einer möglicherweise feindseligen Stimmung im Stadion gegen sein Team. Belgien hatte im Achtelfinale Co-Gastgeber USA mit 4:1 besiegt, nachdem es viel Wirbel um die zur Bewährung ausgesetzte rote Karte für US-Profi Folarin Balogun gegeben hatte.

„Wir haben die USA gerade erst geschlagen in einem Spiel, in dem jeder gegen uns war, also kann es morgen nicht komplizierter sein“, sagte Garcia vor dem Duell in Los Angeles (21.00 Uhr MESZ/Magenta TV und ZDF). „Ich weiß nicht, wie es morgen sein wird, aber es sind nicht die Zuschauer, die Tore schießen. Wir spielen gegen Spanien.“ Zudem habe Belgien durch den Fall Balogun „Millionen und Millionen“ neuer Fans auf der ganzen Welt gewonnen, so Garcia.

Mit Blick auf den Gegner Spanien sagte er: „Wir spielen gegen einen der Favoriten. Wir kennen die Stärken der einzelnen Spieler. Sie sind die besten im Ballbesitz. Sie haben noch kein Tor kassiert in diesem Turnier“, sagte er – und es sei an der Zeit, das zu ändern. „Jeder spricht davon, dass wir nach Hause fahren. Aber das Spiel muss erst noch gespielt werden.“ Mit Ausnahme des verletzten Mittelfeldspielers Amadou Onana seien alle Profis einsatzfähig, sagte Garcia.

Wichtig könnte gegen Spanien erneut Mittelstürmer Romelu Lukaku werden. SZ-Autor Thomas Hürner stellt ihn vor:

England bangt gegen Norwegen um Einsatz von Guehi und Rice

England droht im Viertelfinale gegen Norwegen der Ausfall von Marc Guehi. Der Innenverteidiger klagt seit dem Achtelfinalsieg in Mexiko über muskuläre Probleme, laut einem Bericht der BBC könnte es sich um eine Zerrung im Oberschenkel handeln. Es sei offen, ob Guehi am Freitag mit der Mannschaft trainieren kann. Das Spiel findet am Samstag in Miami statt.

Laut BBC soll auch Mittelfeldspieler Declan Rice wegen einer Magen-Darm-Erkrankung bereits den zweiten Tag in Folge nicht trainiert haben. Das englische Team hat Maßnahmen ergriffen, damit sich der Virus nicht ausbreitet. 

Frankreich erreicht im Vorbeigehen das Halbfinale – das war die Nacht

Auch Kylian Mbappé verschießt jetzt erst einen Elfmeter und entscheidet dann das Spiel. So hat es Lionel Messi mit Argentinien gegen Ägypten vorgemacht, so hat es der französische Kapitän beim 2:0 gegen Marokko nachgemacht. Les Bleues dominierten das Match, Marokko kam zu keiner wirklichen Torchance, in der zweiten Halbzeit war es dann Mbappé, der mit einem präzisen Schuss ins lange Toreck Bounou im marokkanischen Tor nach vielen vergeblichen Versuchen (unter anderem per Elfmeter) überwand. Trainer Didier Deschamps hat damit bei seiner dritten WM-Teilnahme zum dritten Mal das Halbfinale erreicht. Bei den vergangenen beiden Turnieren war da nicht Schluss – und auch diesmal sieht es nicht so aus, als könnte jemand diese Franzosen bei ihrer Reise ins Finalstadion nach New Jersey aufhalten.

Englands Quansah bleibt zwei Spiele gesperrt 

Bayer Leverkusens Jarell Quansah wäre erst in einem möglichen Endspiel der englischen Nationalmannschaft wieder spielberechtigt. Nach seiner roten Karte im Achtelfinale gegen Mexiko (3:2) sperrte der Weltverband Fifa den Defensivspieler für zwei Spiele. Damit zeigte sich die Fifa deutlich weniger gnädig als beim US-Amerikaner Folarin Balogun, der trotz vorheriger roter Karte im Achtelfinale gegen Belgien (1:4) spielen durfte, was weltweit für große Empörung gesorgt hatte.

Quansah hatte gegen Mexiko wegen groben Foulspiels die rote Karte gesehen – allerdings erst nach Eingriff des Videoschiedsrichters. Das Team von Trainer Thomas Tuchel trifft am Samstag (23 Uhr/MagentaTV) im Viertelfinale auf Norwegen. 

Schweinsteiger steckt im Stau und verpasst Beginn der ARD-Sendung

Bastian Schweinsteiger hat den Beginn der ARD-Übertragung des WM-Viertelfinales zwischen Frankreich und Marokko verpasst. Der ehemalige Nationalspieler und TV-Experte steckte auf dem Weg ins Stadion in Foxborough, einem Vorort von Boston, im Stau, wie er in einem Video selbst erklärte. „Es tut mir leid, ich stecke im Voll-Voll-Voll-Stau. So was habe ich noch nie in meinem Leben erlebt“, sagte der 41-Jährige.

Ein weiterer Clip zeigte, wie er am Stau vorbeijoggte, um ins Stadion zu kommen. Für ihn sprang zunächst Philipp Sohmer an der Seite von Moderatorin Esther Sedlaczek ein. Knapp zehn Minuten nach Beginn der Sendung traf Schweinsteiger schließlich verschwitzt und mit einem Handventilator in der Hand ein und löste Sohmer ab. „Also die Laufbereitschaft für ein Viertelfinale war auf jeden Fall da“, scherzte Schweinsteiger. „Nun verstehe ich die Hydration Break“, witzelte Schweinsteiger weiter mit Blick auf die bei den Fans umstrittenen Trinkpausen.

Künftiger Bayern-Spieler Saibari fällt gegen Frankreich aus 

Marokko muss das Viertelfinale ohne den künftigen FC-Bayern-Profi Ismael Saibari bestreiten. „Abgesehen von Saibari stehen alle zur Verfügung“, sagte Trainer Mohamed Ouahbi vor der Partie gegen Frankreich heute (22 Uhr/MagentaTV) in Foxborough. Für den Offensivmann komme das Spiel noch zu früh. Er hoffe aber, dass Saibari nicht für den Rest des Turniers ausfalle, erklärte Coach Ouahbi weiter.

Saibari war beim 3:0 der Marokkaner im Achtelfinale gegen Mitgastgeber Kanada früh angeschlagen ausgewechselt worden. Medien hatten zuletzt berichtet, dass der 25-Jährige nur eine leichte Muskelzerrung erlitten habe und Hoffnung auf ein schnelles Comeback bestehe. Saibari hat bei dieser WM bereits drei Tore erzielt. Vergangene Woche wurde verkündet, dass er zur neuen Saison von der PSV Eindhoven zum FC Bayern München wechselt.

Warum der FC Bayern diesen Transfer vollzogen hat, können Sie hier lesen:
Und wenn Sie wissen möchten, was den marokkanischen Torhüter Bono auszeichnet (bis auf einen überragenden Namen), empfehle ich Ihnen dieses Stück meines Kollegen Felix Haselsteiner:
Natürlich haben wir uns auch mit Marokkos Gegner Frankreich beschäftigt. Der Blick richtet sich automatisch auf Kylian Mbappé, den Überstürmer. Doch der 27-Jährige wirkt weit über den Platz hinaus. Oliver Meiler, SZ-Korrespondent in Paris, hat aufgeschrieben, warum Mbappé gesellschaftlich so stark polarisiert. 

Zuschauerschnitt der WM unter dem von 1994 in den USA 

Bei dieser WM kommen im Schnitt weniger Zuschauer in die Stadien als bei der letzten Ausgabe in Nordamerika 1994. Vor den Viertelfinals, die an diesem Donnerstag mit dem Duell Frankreich gegen Marokko (22 Uhr, Magenta TV und ARD) beginnen, liegt die durchschnittliche Zuschauerzahl nach Angaben der Fifa bei 65 204 je Partie.

1994 lag der Durchschnitt nach dem Finalsieg von Brasilien gegen Italien bei 68 991 Zuschauern. Diesen Wert kann das Turnier in diesem Jahr auch dann nicht mehr erreichen, sollten alle weiteren Partien bis auf den letzten Platz voll besetzt sein.

Wegen der deutlich höheren Anzahl an Spielen und 48 teilnehmenden Mannschaften sprengt die WM den Zuschauerrekord aber deutlich. Schon vor den abschließenden acht Begegnungen haben nach Angaben der Fifa 6 259 584 Menschen die bislang 96 Partien besucht. Die meisten davon kamen ins legendäre Aztekenstadion in Mexiko-Stadt, das 404 120 Fans besucht haben.

Die alte Bestmarke stammte vom Turnier in den USA 1994, als etwas mehr als 3,5 Millionen Zuschauer dabei waren – allerdings auch nur 24 Mannschaften teilnahmen. Trotz zahlreicher leerer Sitzplätze bei vielen Partien vor allem in der Gruppenphase vermeldete die Fifa, das 99,7 Prozent aller verfügbaren Plätze bei der Weltmeisterschaft belegt gewesen seien.

Mit mehr Spielen im Aztekenstadion wäre der Zuschauerschnitt wohl deutlich höher. Lesen Sie hier, warum es insgesamt sinnvoll gewesen wäre, mehr Partien in Mexiko zu spielen:
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