Aztekenstadion in Mexiko-StadtIm Tempel des epischen Lichts

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Diego Armando Maradona wird nach dem WM-Sieg 1986 durchs Aztekenstadion getragen.
Diego Armando Maradona wird nach dem WM-Sieg 1986 durchs Aztekenstadion getragen. Werek/Imago

Pelé und Maradona wurden im Aztekenstadion zu Königen des Fußballs. Über einen Betonkoloss, dessen steile Tribünen einschüchtern, und die großen Geschichten, die sich vor ihnen abspielten.

Von Jorge Valdano, Übersetzung: Javier Cáceres

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Für die Welt ist es einfach „das Azteca“, doch der Journalist Ángel Fernández taufte es mit präziser Nachbarschaftspoetik „El Coloso de Santa Úrsula“, den Koloss von Santa Úrsula, weil es im Viertel Santa Úrsula Coapa im Stadtbezirk Coyoacán steht. Fernández hatte ein Talent für unvergessliche Metaphern. Bei einer Übertragung sagte er einmal, der Name des deutschen Fußballers Hans-Peter Briegel bedeute auf Spanisch „staatliche deutsche Eisenbahngesellschaft“. Da ich im WM-Finale von 1986 das ganze Spiel über Briegel hinterherjagen musste, kann ich die Exaktheit dieser Metapher bestätigen. Er war eine Lokomotive, die mich von einer Seite des Spielfelds zur anderen schleppte, mich in einem leidvollen Hin und Her bis an die Grenze trieb – und mir so half, das Aztekenstadion noch besser kennenzulernen.

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