Aus den historischen Quellen lässt sich relativ gut rekonstruieren, wann Rudi Völler die Formulierung von den „Gurus und Ex-Gurus“ zum ersten Mal unters Volk gebracht hat (September 2003). Umstritten ist in der Forschung allerdings, ob Völler möglicherweise „Gurus und Ex-Spieler“ sagen wollte und also ehemalige Fußballprofis meinte, die ihre Weisheiten im Namen von TV-Sendern verbreiten; oder ob er bewusst zwischen Gurus und Ex-Gurus unterschieden hat, also zwischen aktuellen und ehemaligen Fernsehexperten. Als gewiss gilt immerhin, dass Rudi Völler einen sischerlisch zu großen Teil seines Lebens damit verbringen musste, sich über Gurus und Ex-Gurus zu ärgern. So wie er sich jetzt auch wieder fürschterlisch aufregen musste, bei seiner fünften Weltmeisterschaft in seiner dritten Funktion, über Thomas Müller und vor allem über Jürgen Klopp.
MeinungTV-Experte vs. BundestrainerKlopp hat Nagelsmann eher einen Gefallen getan
Kommentar von Christof Kneer
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Ein Sieg als Mund-zu-Geste: Durch Klopps verbalen Ausrutscher steht der Bundestrainer plötzlich als ausgleichender Kommunikator da – und hat mit seiner Mannschaft wertvolle Zeit gewonnen.
